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Dresdens erster Gegner nach der Quarantäne ist Arminia – Arabi spricht von Notsituation

„Die Integrität des Wettbewerbs retten“

Bielefeld (WB). Am Montagvormittag beziehen die Fußballprofis von Arminia Bielefeld ihr einwöchiges Quarantäne-Trainingslager in Marienfeld/Kreis Gütersloh. 40 Einzelzimmer hat der Zweitliga-Tabellenführer im „Sporthotel 11“ der Klosterpforte gebucht. Andere Gäste sind nicht im Hotel. Arminia hat die 180.000 Quadratmeter große Anlage mit ihren drei Fußballplätzen praktisch für sich allein. Dort bereitet sich der DSC nun auf das Punktspiel am Sonntag, 13.30 Uhr, gegen den VfL Osnabrück vor.

Dirk Schuster

Arminias Sportchef Samir Arabi fordert dazu auf, aus der schwierigen Situation das Beste zu machen. Foto: Thomas F. Starke

Bevor die Mitte März abgebrochene Saison wieder aufgenommen wird, müssen die Teams in Quarantäne, um angesichts der Corona-Pandemie die Ansteckungsgefahr zu minimieren und die Fortsetzung des Spielbetriebs nicht zu gefährden. So schreibt es die Deutsche Fußball Liga (DFL) vor.

Noch bevor der Ligakonkurrent Dynamo Dresden sein Quarantäne-Trainingscamp beziehen konnte, hat es bei den Sachsen bereits weitere Corona-Fälle gegeben. Ein Beispiel, das zeigt, auf welch wackligen Beinen das DFL-Konzept steht, das weiterhin einen Saisonabschluss bis Ende Juni vorsieht.

Wenn die Dresdner Profis ihre nun erforderliche zweiwöchige häusliche Quarantäne hinter sich haben, heißt ihr erster Gegner voraussichtlich am Mittwoch, 27. Mai (der Spieltag ist noch nicht zeitgenau terminiert) Arminia Bielefeld. Den Dresdnern blieben dann nur drei bis vier Tage Zeit, um sich im Mannschaftstraining auf die Partie in der Bielefelder Schüco-Arena vorzubereiten.

Regulärer Wettbewerb?

Stellt sich die Frage, ob unter diesen Umständen noch von ei­nem regulären Wettbewerb gesprochen werden kann. Dazu DSC-Sport-Geschäftsführer Samir Arabi: „Dass die Liga nicht mehr so laufen würde wie vorher, war ja klar. Die fehlenden Zuschauer, die Häufigkeit der Englischen Wochen – es gibt eine Reihe von Einschnitten, die die Frage nach regulären Bedingungen begründen. Doch es ist nun einmal so, dass wir uns in einer Notsituation befinden. Und wir haben uns alle gemeinsam entschieden, diesen Weg zu gehen. Und dabei geht es auch darum, die Integrität des Wettbewerbs zu retten.“

Dass ein Fall wie jetzt in Dresden auftritt, könne man „an keinem Standort zu 100 Prozent ausschließen“, sagt Arabi. „Aber es geht am Ende darum, bestmöglich die Saison zu Ende zu spielen. Das ist kein Traumszenario, aber es wäre sicher erheblich schlimmer, wenn wir die Saison abbrechen müssten.“

Dynamo wird also frühestens gegen Arminia wieder ins Geschehen eingreifen. Ob die Bielefelder bei ihrem Re-Start gegen Osnabrück bereits wieder auf Andreas Voglsammer bauen können, ist Arabi zufolge noch offen. Der Stürmer hatte sich Ende Januar beim 0:0 in Aue den Mittelfuß gebrochen und könnte nun als Gewinner der Corona-Pause hervorgehen. Während des Trainingscamps in Marienfeld wird Arminia den Ernstfall in einem internen Duell elf gegen elf proben. Dann kann sich Voglsammer beweisen.

Auch Abwehrspieler Brian Behrendt befinde sich nach seinem Kreuzbandriss, den er sich zu Saisonbeginn zuzog, laut Arabi auf einem guten Weg.

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