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Arminia: Auch Doan hatte gegen Gladbach einen schweren Stand – Trainer Neuhaus wirbt um Nachsicht

„Dürfen keine Wunderdinge erwarten“

Bielefeld (WB)

Arminia Bielefeld hat die Vorbereitung auf das Bundesliga-Heimspiel am Sonntag (18 Uhr) gegen Hertha BSC aufgenommen. Auf Trainer Uwe Neuhaus kommt in den Tagen vor dem Duell mit den von Ex-Arminia-Profi Bruno Labbadia trainierten Berlinern ein Haufen Arbeit zu.

Dirk Schuster

„Wir haben viel zu verbessern“, sagte Ritsu Doan nach der jüngsten Niederlage gegen Mönchengladbach. Foto: Thomas F. Starke

Der 61-Jährige erstellte nach der jüngsten 0:1-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach verbal eine lange Mängelliste. Und auch die Spieler sparten nicht mir Selbstkritik.

„Wir haben viel zu verbessern“, sagte Ritsu Doan. Arminia habe „zu viele einfache Fehler“ gemacht, die es abzustellen gilt. Einer dieser Fehler, so der Japaner, habe zum entscheidenden Treffer durch Breel Embolo (58. Minute) geführt. Offensivakteur Doan redete gar nicht erst um den heißen Brei herum: „Wir hätten vorher schon drei oder vier Gegentore kassieren können.“

Gladbach spielte stark. Die Niederlage nur an der Klasse des Champions-League-Achtelfinalisten festzumachen, war jedoch auch Doan viel zu einfach. Wenn die Bielefelder an ihr Leistungslimit kommen, dann „haben wir in solchen Spielen vielleicht die Chance auf Punkte“, sagte der 22-Jährige.

Auch Doan erwischte ge­gen die Borussia nicht seinen besten Tag. Im ersten Durchgang ging er gemeinsam mit seinen Teamkollegen auf Tauchstation. Kurz nach Wiederbeginn verhaspelte er sich direkt bei seinem ersten Versuch, ins Eins-gegen-eins zu gehen und blieb gewissermaßen an sich selbst hängen. Im weiteren Spielverlauf schien ihn das zu hemmen, ihm ein wenig den Mut zu nehmen, es wieder zu versuchen. Für Arminia kann das dann schnell zu einem erheblichen Problem werden. Denn außer Doan hat der DSC nicht viele Spieler, die auf diese Weise gefährliche Offensivaktionen heraufbeschwören können.

Neuhaus warb um Nachsicht. Natürlich hätte auch er sich gewünscht, dass Doan häufiger den Weg in den Gladbacher Strafraum findet. Aber „man darf nicht von Ritsu verlangen, das er jetzt in jeder Situation immer wider im Eins-gegen-eins den Gegner ausspielt. Wir dürfen von ihm keine Wunderdinge erwarten“, sagte der Trainer, der Doan für dessen Fleiß lobte.

Insgesamt war es angesichts der Gladbacher Dominanz und Ballsicherheit für die Arminen speziell im ersten Abschnitt extrem schwer, gefährliche Angriffe vorzutragen. „Gladbach hat seine Klasse gerade zu Beginn brutal gut ausgespielt“, befand Neuhaus und meinte: „Wir haben durch die viele Defensivarbeit, die wir hinten verrichten mussten, den Weg nach vorne nicht mehr gefunden.“ Das soll nun am Sonntag gegen die Berliner besser werden. Und Doan dürfte dabei als wichtiger Wegweiser dienen.

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