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Arminia und der Bundesliga-Skandal: Vor 50 Jahren ging es mit dem 1:0-Erfolg des DSC auf Schalke los

Ein Tor und ein Koffer voller Geld

Bielefeld

17. April 1971, in der Gelsenkirchener Glückauf-Kampfbahn läuft die 83. Spielminute. Gerd Roggensack schießt den Ball unbehelligt zum 1:0-Sieg des DSC Arminia Bielefeld beim FC Schalke 04 ins Netz.

 

Das Tor zum gekauften Sieg: Armine Gerd Roggensack trifft zum 1:0 beim FC Schalke 04. Foto: imago

Es war das Tor, mit dem an diesem Samstag vor genau 50 Jahren ein dunkles Kapitel begann, das als der „Bundesliga-Skandal“ in die Geschichte des deutschen Profifußballs eingehen sollte. Die 15.000 Zuschauer auf den Rängen hatten längst gewittert, dass nicht alles mit rechten Dingen zuging. „Schiebung“ riefen die Anhänger. Später wird aufgedeckt, dass sich die Schalker von den Arminen tatsächlich für einen Koffer voller Geld haben bestechen lassen. Für 40.000 D-Mark kaufen sich die Ostwestfalen im Abstiegskampf den Sieg auf Schalke. Bei den Gelsenkirchenern war nur einer nicht eingeweiht: Torwart Dieter Burdenski, der kurzfristig für den verletzten Stammkeeper Norbert Nigbur einsprang, hielt fast alles. Nach zahlreichen Paraden des Schlussmannes ruft schließlich ein Mitspieler: „Mensch Budde, geh zur Seite“.

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