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Kommentar zu Arminia Bielefeld

Ein weiter Weg zum Maximum

Wo sonst sollten Jeff Saibenes Erfolge mit Arminia Bielefeld auch jenseits der Grenze ihr Echo finden, wenn nicht in der Schweizer Bergwelt? Jahrelang verdiente der Trainer sich bei Klubs wie dem FC Thun und dem FC Aarau seine Meriten. Den FC St. Gallen führte er sogar mal bis in die Europa League.

Dirk Schuster

Trainer Jeff Saibene treibt sein Team von der Seitenlinie an. Foto: Thomas F. Starke

Dem Ostschweizer Medium »fm1today« hat Saibene in der vergangenen Woche ein Interview gegeben. Auf die Frage, wo er sich in zehn Jahre sehe, antwortete der 49-Jährige: »Mein Ziel ist es schon, nochmals einen Schritt vorwärts zu machen, eventuell mal einen Bundesligisten zu trainieren. Das wäre ein Traum und fantastisch. Aber vorerst will ich jetzt mal in Bielefeld das Maximum herausholen.«

Eine clevere Antwort. Schließt sie doch nicht aus, dieses Ziel eines Tages womöglich sogar mit Arminia erreichen zu können. So muss Saibene sich keine Sorgen machen, man könne ihm unterstellen, den DSC lediglich als Durchgangsstation auf seinem Weg in die 1. Liga zu betrachten.

Fortuna trat wie ein Topteam auf

Saibene, das haben die sieben Monate seit seinem Amtsantritt auf der Alm gezeigt, hat das Zeug, in Deutschland auch eine Etage höher zu bestehen. Aber wann wird Arminia das Zeug dazu haben? Die Partie am Samstag gegen Düsseldorf hat darauf diese Antwort gegeben: Jetzt noch nich t.

Fortuna trat wie ein Topteam auf, Arminia nicht, was die Partie zu einem ziemlich einseitigen Spitzenspiel machte. Niemanden, der es mit den Bielefeldern hält, muss das nun sonderlich grämen. Von sämtlichen Zweitligisten ist Düsseldorf momentan der einzige, der sich anschickt, ein würdiger Nachfolger jener Überflieger zu werden, die in der vergangenen (Hannover, Stuttgart) beziehungsweise vorvergangenen Saison (Leipzig, Freiburg) wie selbstverständlich in der Bundesliga landeten. Alle diese Teams sind mit komplett anderen Budgets ausgestattet als Bielefeld. Düsseldorf hat eine richtig gute Mannschaft – aber eben auch keine ganz billige.

Hinter Düsseldorf scheint alles möglich zu sein

Zwar scheint hinter Fortuna weiterhin allerhand möglich zu sein in dieser Saison . Realistisch betrachtet braucht diese Arminia, die unter Saibene bereits jetzt eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich hat, neben potenten Geldgebern aber bestimmt noch zwei, drei Jahre, um zu beweisen, dass die 2. Liga nicht das Maximum sein muss.

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