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2. Liga: Arminia kassiert 3:4-Niederlage in Darmstadt

Erneut vier Gegentore

Darmstadt (WB). Arminia Bielefeld hat zumindest eine Halbzeit lang eine starke Reaktion auf das 0:4 vor einer Woche gegen Duisburg gezeigt, die Punkte blieben dennoch in Darmstadt. 3:4 (2:1) verlor der Fußball-Zweitligist am Sonntag sein Gastspiel beim Erstligaabsteiger. Die Ostwestfalen hatten allerdings guten Grund, mit dem Schiedsrichter zu hadern.

Dirk Schuster

Arminias Fabian Klos (links) trifft per Kopf zum (zwischenzeitlichen) 2:1. Foto: Thomas F. Starke

DSC-Trainer Jeff Saibene hatte vor der Partie zwar verraten, dass es personelle Umstellungen geben werde. Welche, das behielt der Luxemburger aber noch für sich. Am Sonntag wurde das Geheminis dann gelüftet: Wie erwartet spielte  Nils Teixeira anstelle von Florian Dick auf der Rechtsverteidigerposition.

Zudem ersetzte Christoph Hemlein auf dem Flügel Keanu Staude. Während Hemlein rechts agierte, rückte Patrick Weihrauch nach links auf die Staude-Position. Tom Schütz nahm nach auskurierter Achillessehnenverletzung erneut auf der Bank platz.

Erstes Duell seit Relegationsdrama

Zwischen beiden Klubs war es das erste Duell seit dem Relegationsdrama am 19. Mai 2014. Damals hatten sich die Lilien auf der Alm mit 4:2 durchgesetzt, allerdings erst nach Verlängerung (Hinspiel 3:1 für den DSC). Arminia stieg in die 3. Liga ab, der SVD ein Jahr später sogar in die Bundesliga auf.

Nun begegnen sich beide Klubs wieder Augenhöhe. Darmstadt und der DSC waren mit je zehn Zählern aus den ersten fünf Spielen in die Serie gestartet. Und auch am Sonntag waren beide Teams zunächst ebenbürtig. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Gäste vor ihren 1000 mitgereisten Fans am »Bölle« aber mehr und mehr die Oberhand.

Erst in Führung gegangen

Folgerichtig fiel die Führung. Nach einer starken Hereingabe von Weihrauch traf Andreas Voglsammer per Direktabnahme zum 1:0 für Bielefeld (30.). Es war der dritte Saisontreffer des Stürmers, der kürzlich seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bis 2021 verlängert hat.

Doch nur eine Minute später war die Freude verflogen: Darmstadts Weltmeister von 2014, Kevin Großkreutz (damals noch Borussia Dortmund), nutzte eine Unordnung in der DSC-Deckung zum postwendenden 1:1 (31.).

Bielefeld aber ließ sich nicht beirren, spielte weiter mutig nach vorne – und ging erneut in Führung. Flanke Teixeira, Kopfball  Fabian Klos , fertig war das 1:2 (35.).

Blackout des Tages

Der dritte DSC-Treffer war auf den Weg gebracht, doch Schiri Florian Badstübner unterlief der Blackout des Tages: Beim Foul an Armine Manuel Prietl übersah der 26 Jahre alte Student aus Windsbach in Bayern den eigentlich unübersehbaren Vorteil für den DSC. Hemlein wäre allein durch gewesen (39.).

Doch auch die wildesten Proteste der Gäste halfen nichts. Der Freistoß brachte nichts ein. Auf dem Weg in die Kabine echauffierte sich auch DSC-Coach Saibene, was sonst so gar nicht die Art des 49-Jährigen ist. Der Unmut musste raus.

Darmstadt dreht das Spiel

Nach dem Wechsel drehte Darmstadt dann das Spiel. Erst glich Immanuel Höhn nach einem Freistoß per Kopf aus (2:2, 53.). Dann traf erneut Großkreutz, der zwei Arminen ins Leere laufen ließ, zur erstmaligen Führung für den Erstligaabsteiger (64.), dessen heißblütige Fans – insgesamt 15.700 waren gekommen – der 12. Mann waren.

Die größte Möglichkeit zum Ausgleich vergab der eingewechselte Staude, dessen prima Schuss knapp vorbeistrich (78.). Stattdessen machte Artur Sobiech sechs Minuten vor dem Ende per Kopf alles klar (4:2, 84.). DSC-Joker Sören Brandy sorgte unmittelbar vor dem Abpfiff für Ergebniskosmetik (90-+2).

Statistik

Darmstadt: Heuer Fernandes - Sirigu, Höhn, Sulu, Holland - Lacazette (46. Kamavuaka) , Hamit Altintop - Großkreutz, (46. Platte), Kempe - Sobiech (88. Maclaren)

Bielefeld: Ortega Moreno - Teixeira, Behrendt, Börner, Hartherz - Hemlein, Prietl, Kerschbaumer, Weihrauch (68. Staude) - Klos (73. Sporar), Voglsammer (81. Brandy)

Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)

Zuschauer: 15.700

Tore: 0:1 Voglsammer (30.), 1:1 Großkreutz (31.), 1:2 Klos (35.), 2:2 Höhn (53.), 3:2 Großkreutz (64.), 4:2 Sobiech (84.), 4:3 Brandy (90.+2)

Gelbe Karten: Altintop - Prietl, Behrendt

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