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Unter Druck: Für Gladbachs Trainer Adi Hütter steht in Bielefeld viel auf dem Spiel

„Es geht nicht um meine Person“

Mönchengladbach

Fußball-Nationalspieler Florian Neuhaus hat die Leistung des langjährigen Sportdirektors Max Eberl als „phänomenal“ bezeichnet.

Von Morten Ritter (dpa)

Adi Hütter braucht ein Erfolgserlebnis. Foto: dpa

„Jeder verbindet Borussia Mönchengladbach mit dem Namen Max Eberl. Was er hier aufgebaut hat, kann man nicht groß genug würdigen. Deshalb ist es sehr schade, dass es vorbei ist“, sagte der 24-Jährige in einem Interview bei „rp-online“. Von Eberls gesundheitlich bedingtem Rückzug in der vergangenen Woche sei die Mannschaft überrascht gewesen. „Im Umgang mit ihm ist es nicht aufgefallen, wie es ihm ging, aber Max war auch nicht andauernd bei der Mannschaft“, sagte Neuhaus.

Die schwierige Situation im Abstiegskampf schätze man vor der Partie bei Arminia Bielefeld am Samstag (15.30 Uhr/Sky) richtig ein, betonte der Mittelfeldspieler. „Wir haben verstanden, worum es geht. Jetzt müssen wir Bielefeld besiegen. Wir wissen, wie wichtig es ist“, erklärte er. Dabei gehe es nicht nur um die spielerische Qualität. „Wir wollen zeigen, dass wir auch marschieren, draufgehen und aggressiv sein können.“

Seine persönliche schwierige Zeit unter Trainer Adi Hütter sei abgehakt. „Es gab konstruktive, positive Gespräche. Wir haben alle Themen offen angesprochen und haben heute ein super Miteinander. Ich habe versucht, Stärke aus der Phase zu ziehen“, sagte Neuhaus.

Hütter selbst sagte, dass er auch in der sportlich schwierigen Lage weiterhin die Rückendeckung des Klubs spüre. „Natürlich sind wir in der Situation, in der wir punkten müssen. Ich habe Leute um mich, die mir helfen“, sagte der Österreicher vor der wichtigen Partie in Bielefeld. „Aber es geht nicht um meine Person. Wir müssen jetzt alles zusammenrücken und die Aufgaben verteilen. Die Strukturen sind ja noch da“, erklärte der Chefcoach mit Blick auf Eberls Abschied.

Nicht mehr da ist allerdings Denis Zakaria. Dass er mit dem Schweizer aus wirtschaftlichen Gründen einen seiner wichtigsten Spieler vorzeitig an Juventus Turin verloren hat, musste Hütter wohl schweren Herzens akzeptieren. „Bei einem solchen Angebot legt man einem Spieler keine Steine in den Weg“, sagte er. Den defensiven Mittelfeldspieler hatte der Borussen-Coach als seinen „klarsten Sechser“ bezeichnet. Nun müssen vor allem Christoph Kramer oder Manu Koné diese Rolle ausfüllen.

Auch die beiden zuletzt nicht mehr in vorderster Reihe benötigten Franzosen Alassane Plea und Marcus Thuram sind noch nicht abgeschrieben. „Wir brauchen in unserer Situation jeden einzelnen Spieler“, betonte Hütter. Auch Florian Neuhaus habe eine schwierige Phase gehabt und sei heute mit viel Einsatz und Engagement dabei. „So etwas erwarte ich von Thuram und Plea auch. Sie trainieren ordentlich“, erklärte der Chefcoach. In Bielefeld, wo Hütter auf Kapitän Lars Stindl (Innenbandteilriss im Knie) verzichten muss, werden beide aber wohl zunächst auf der Bank sitzen.

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