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Spielerfrauen und Kinder zwei Tage im Quarantäne-Trainingslager der Münchner – bei Arminia kein Thema

Extrawurst für die Bayern?

Bielefeld

Für Überraschung sorgte die Meldung, dass im Quarantäne-Trainingslager des FC Bayern München in Grassau auch Spielerfrauen und Kinder dabei sind.

 

Beim FC Bayern durften auch Spielerfrauen und Kinder mit ins Quarantäne-Trainingslager – bis Freitagabend. Foto: dpa

Bei Arminia Bielefeld ist das nicht der Fall. Sport-Geschäftsführer Samir Arabi sagt: „Es gab eine Tagung mit allen 36 Vereinen. Die Regeln waren klar formuliert. Es gab sogar den Vorschlag, ob man nicht noch den Zeugwart zuhause lassen kann, um den Stab um die Mannschaft möglichst gering zu halten und das Risiko zu minimieren. Wir halten uns vollumfänglich an das Hygienekonzept der DFL und sind bisher sehr gut durch die Saison gekommen.“ Der DSC hatte bisher einen Corona-Fall (Sergio Cordova), die Bayern acht. Der DSC ist seit Mittwoch im Hotel Klosterpforte in Marienfeld.

Am Freitagabend stellte das Landratsamt Traunstein per Anordnung klar, dass Frauen, Partnerinnen und Kinder der Bayern-Profis das Trainingslager des deutschen Fußball-Meisters wieder verlassen müssen. Angebote, die nicht der Übernachtung, Verpflegung oder dem Trainingsbetrieb der Berufssportler dienten, seien einzustellen. Sollten bei der angekündigten Prüfung Verstöße festgestellt werden, würden diese konsequent geahndet. „So gerne wir den FC Bayern bei uns zu Gast haben – klar ist: Regeln gelten für alle gleich“, hieß es in einem Schreiben.

Die Deutsche Fußball-Liga hatte, um die letzten Saisonspiele nicht zu gefährden, zunächst eine Quasi-Quarantäne vom 3. bis zum 12. Mai verfügt, die abgelöst wurde von der Trainingslager-Quarantäne, in der sich die Vereine nun bis zum Saisonende befinden. Die DFL forderte, der Betreuerstab sei so gering wie möglich zu halten. Wie der „Kicker“ berichtet, sei das Bayern-Trainingslager aber dennoch kein Verstoß gegen das Hygienekonzept der DFL. „Zielsetzung ist es grundsätzlich, den Spielbetrieb bis zum Ende der Saison abzusichern. Voraussetzung dafür ist, den Kader bestmöglich vor Infektionen zu schützen. Die tatsächliche Ausgestaltung der Quarantäne-Trainingslager (unter anderem in Bezug auf Räumlichkeiten, Ablauf und Personenkreis) liegt jedoch in der Verantwortung der Klubs. Voraussetzung für den gesamten teilnehmenden Personenkreis ist dabei, dass alle Vorgaben des medizinisch-hygienischen Konzepts umgesetzt und eingehalten wurden und werden, insbesondere auch die vorherige ‚Quasi-Quarantäne‘ und die tägliche Testung“, sagte ein DFL-Sprecher auf „Kicker“-Anfrage. Ob der Verband vom Vorgehen der Münchner informiert war und die anderen Klubs von der Möglichkeit, die Familien mit ins Trainingslager zu nehmen, wussten, wollte die DFL nicht sagen, hieß es weiter.

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