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Arminia unterliegt Erstligist Köln 2:3 – mehr als 6000 Zuschauer auf der Alm

Fünf Tore bei Rehms Debüt

Bielefeld (WB). Die Heimpremiere von Rüdiger Rehm war kurzweilig, torreich und am Ende unglücklich. Gegen den Erstligisten 1. FC Köln unterlag Arminia Bielefeld vor 6194 Zuschauern am Samstagabend durch ein Eigentor kurz vor Schluss 2:3 (1:2).

Jens Brinkmeier

Kölns Neuzugang Konstantin Rausch (links) im Zweikampf mit Arminias Michael Görlitz. Foto: Thomas F. Starke

Die Partie begann nach einer Schweigeminute für die Opfer des Amoklaufes von München.

Elf Minuten nach dem Anpfiff dann schon der erste Aufreger. Nach einem Durcheinander im Kölner Strafraum war plötzlich Fabian Klos frei und schneller als Timo Horn. Der FC-Keeper konnte Arminias Angreifer nur per Foul stoppen, den fälligen Strafstoß verwandelte Klos selbst zum 1:0 für den DSC (12. Minute). Der Kapitän hatte kurz danach den zweiten Treffer auf dem linken Fuß, er verzog aber (17.). Dann waren die Gäste am Zug. Nach einem Eckball von Milos Jojic war Anthony Modeste mit dem Kopf schneller als DSC-Schlussmann Daniel Davari mit seinen Fäusten und es stand 1:1 (19.).

Christoph Hemlein war es dann, der unabsichtlich zum Kölner Vorbereiter wurde: Sein verunglückter Kopfball landete bei Modeste, der Brian Behrendt entwischte und Davari keine Chance ließ. Mit der 2:1-Führung der Kölner ging es in die Pause.

Während Rehm zur zweiten Halbzeit nur zwei frische Kräfte brachte (Hesl und Holota), wechselte Kölns Trainer Peter Stöger gleich achtmal. Artjoms Rudnevs hatte kurz nach Wiederbeginn die erste Chance, doch Brian Behrendt rettete für den bereits geschlagenen Wolfgang Hesl im Tor (48.). Simon Zoller verpasste dann ebenfalls das 3:1 für die Gäste, und das sollte sich rächen. Der gerade erst eingewechselte Keanu Staude nahm aus halblinker Position Maß und versenkte den Ball wunderschön zum 2:2 im Kölner Tor. Timo Horn konnte bei diesem Traumtor nur staunend zusehen (59.).

Dann musste sich Hesl ganz lang machen, um gegen Rudnevs zu retten (72.). Auf der Gegenseite musste Horn sein ganzes Können aufbieten, um einen 30-Meter-Kracher des eingewechselten Tomasz Holota zu entschärfen (75.).

Vier Minuten vor Schluss hatte Arminia Julian Börner Pech. Eine Flanke von Marcel Risse fälschte der Innenverteidiger zum 2:3 ins eigene Tor ab. Das veranlasste die Kölner zum Gesang: »Oh wie ist das schön!« Man muss die Feste eben feiern wie sie fallen.

Statistik

Arminia: Davari (46. Hesl) - Görlitz (79. Dantas), Behrendt, Börner, Schuppan (57. Hartherz) - Hemlein (57. Dick), Junglas (46. Holota), Prietl, Nöthe (57. Staude) - Voglsammer (79. Rodriguez), Klos

Köln: Horn - Maroh (46. Klünter), Sörensen (46. Mavraj), Heintz - Olkowski (46. Risse), Lehmann, Özcan (46. Höger), Jojic (46. Bittencourt), Rausch (46. Mladenovic) - Modeste (46. Rudnevs), Osako (46. Zoller)

Schiedsrichter: Storks (Velen)

Zuschauer: 6194

Tore: 1:0 Klos (12., Foulelfmeter), 1:1 Modeste (19.), 1:2 Modeste (30.), 2:2 Staude (59.), 2:3 Börner (86., Eigentor)

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