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Arminia trennt sich 0:0 von Feyenoord Rotterdam – Hartel: „Sehr, sehr aggressiv“ – mit Video

Griffiges Testspiel

Kufstein (WB). Arminia Bielefeld ist mit einem Teilerfolg in das Test-Turnier um den „Helden-Cup“ gestartet. Am Dienstag fielen im Duell zwischen dem Fußball-Bundesligaaufsteiger und dem niederländischen Spitzenklub Feyenoord Rotterdam in Kufstein keine Tore. „Ein 0:0 gegen Feyenoord kann sich auf jeden Fall sehen lassen“, sagte Arminias Mittelfeldspieler Marcel Hartel.

Dirk Schuster

Handgemenge in Kufstein: Die Arminen Cebio Soukou (Nummer 17) und Sergio Cordova (dahinter) geraten mit ihren Gegnern aneinander. Foto: Thomas F. Starke

In einer im ersten Durchgang höhepunktarmen, aber intensiv geführten Partie hatte Bielefeld die erste und einzige ganz dicke Gelegenheit. Bei einem schönen Zusammenspiel der beiden Stürmer Fabian Klos und Sergio Cordova legte Erstgenannter auf den Venezolaner ab. Cordova nahm den Ball volley, Rotterdams Keeper Justin Bijlow musste sich strecken (12. Minute).

Das von Dick Advocaat (72) trainierte Rotterdam belegte in der Vorsaison hinter Ajax und Alkmaar Platz drei. Aufgrund der Corona-Pandemie war die Serie nach dem 25. Spieltag abgebrochen worden. Advocaat trainierte in seiner langen Laufbahn wiederholt das niederländische Nationalteam. Auch Russland coachte er unter anderem schon. Und von November 2004 bis April 2005 war Advocaat Trainer beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach.

Beim Test gegen Arminia saß „der kleine General“ zumeist stoisch auf einer Holzbank. Von hier sah er mit an, wie Arminia mehr für das Spiel tat und in dem jungen Jomaine Consbruch einen der auffälligsten Akteure der Partie in seinen Reihen hatte. Auch wenn dem 18 Jahre alten Nachwuchsmann nicht alles gelang, so war er doch ein Aktivposten.

Gelbe Karten nach Rudelbildung

Mit einem Aufreger begann der zweite Durchgang. Cebio Soukou geriet mit Feyenoords George Johnston aneinander. Auch Cordova mischte sich ein. Es kam zur Rudelbildung, an deren Ende Soukou und Johnston Gelb sahen.

Feyenoord ging auch in der Folge immer mal wieder rustikal zu Werke, Arminia aber ließ sich nicht beeindrucken. „Rotterdam war sehr, sehr aggressiv in den Zweikämpfen. Aber jeder von uns hat es gut überstanden. Ich denke mal, das wird in der 1. Liga auch auf uns zukommen“, sagte Hartel. In der Schlussphase hatten beide Teams den Siegtreffer auf dem Fuß, bei Arminia vergab Sven Schipplock, bei Feyenoord Luciano Narsingh. Hartel: „Wir haben wieder nicht verloren, das ist sehr positiv. Wir sind in diesem Jahr weiter ungeschlagen. Ich habe ein sehr gutes Gefühl, die Mannschaft ist gut drauf.“

Keine Einsatzzeit bekam Cedric Brunner. Der Rechtsverteidiger hatte aufgrund muskulärer Probleme am Vormittag das Training abgebrochen. Seine Nichtberücksichtigung bezeichnete Arminia offiziell als „reine Vorsichtsmaßnahme“.

Ebenfalls für das Feyenoord-Spiel unberücksichtigt blieb Stephan Salger. Der Defensivspieler hatte den Start des Trainingslagers aus privaten Gründen verpasst und war erst am Montagabend angereist.

Am Mittwoch gönnt Neuhaus seinen Profis einen freien Nachmittag.

Das zweite Spiel im Rahmen des „Helden-Cups“ bestreiten die Arminen am kommenden Samstag (15 Uhr). Dann geht es in der Kufstein-Arena gegen Mitaufsteiger VfB Stuttgart.

Arminia: Ortega Moreno - de Medina (78. Cherny), Behrendt (61. Kunze), Pieper (61. Nilsson), Lucoqui (61. Laursen) - Prietl (61. Seufert) - Consbruch (61. Yabo), Hartel (61. Edmundsson) - Soukou (61. Gebauer), Klos (61. Schipplock), Cordova (61. Niemann)

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