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Wie Darmstadt 98 die Karriere des Arminen Sebastian Hille prägte

Hille: »Ich wollte mir das nie mehr angucken«

Bielefeld (WB). Zum ersten Mal seit dem Relegationsdrama im Mai 2014 trifft Zweitligist Arminia Bielefeld wieder auf Darmstadt 98 (Sonntag, 13.30 Uhr, Böllenfalltor). Sebastian Hille, Hauptdarsteller von einst und heute, erinnert sich. »Das war die schlimmste Niederlage meiner Karriere«, sagt der 36 Jahre alte Ex-Profi, der unter Jeff Saibene jetzt zum Trainerteam des DSC zählt.

Dirk Schuster und Sebastian Bauer

Relegationsrückspiel im Mai 2014, dritte Minute der Nachspielzeit: Sebastian Hille vergibt gegen Darmstadt die Chance zum 3:4. Das Tor hätte den Ligaerhalt bedeutet. »Die Szene habe ich noch Monate danach immer wieder vor Augen gehabt«, sagt er. Foto: Thomas F. Starke

In Hin- und Rückspiel gegen die Lilien war Hille eingewechselt worden. Während er am Böllenfalltor das umjubelte Tor zum 3:1-Endstand erzielte, kam ihm im Rückspiel das Glück abhanden.

Ein kurzer Rückblick: Auf der Alm läuft die dritte Minute der Nachspielzeit. Freistoß für Arminia. Arne Feick köpft – Pfosten! Hille setzt nach – abgeblockt! Schluss. Aus. Vorbei. Das 3:4, es hätte den Klassenerhalt bedeutet. Stattdessen steigt Arminia in die 3. Liga ab.

»Das alles werde ich nie vergessen. Nach dem Spiel in Darmstadt hatte ich hunderte Glückwünsche auf dem Handy. Und drei Tage später sitzt du ein paar Stunden nach dem Abpfiff immer noch heulend in der Kabine und hast gar nicht verstanden, was gerade passiert ist.«

Bis heute, sagt Hille, habe er nur vereinzelt Szenen dieser Partie gesehen. »Ich wollte mir nie mehr das gesamte Spiel angucken oder damit konfrontiert werden. Aber irgendwann muss man sich damit auseinandersetzen und es dann auch abhaken.« Die Szene mit dem Freistoß, mit Feick, dem Pfosten und dem missglückten Nachschuss habe er gleichwohl »noch Wochen und Monate danach immer wieder vor Augen gehabt«, sagt Hille.

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 14. September, im WESTFALEN-BLATT.

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