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Kommentar zu Arminia Bielefeld

Im freien Fall

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld befindet sich im freien Fall in Richtung 3. Liga. Die Leistung beim 0:1 in Nürnberg war die eines Absteigers und wirft viele Fragen auf.

Jens Brinkmeier

Spieler wie Fans wirken ratlos nach der Niederlage in Nürnberg. Foto: Thomas F. Starke

Haben alle Spieler den Ernst der Lage erkannt? Vor den Spielen wird immer betont, es sei genug geredet worden, nun müssten Taten auf dem Platz folgen. Und was kommt dann?

Wenn der Auftritt in der ersten Halbzeit die Reaktion auf die desolate Partie gegen Aue war, dann gute Nacht, Arminia!

Julian Börner musste nach dem Spiel zugeben, er wisse nicht, ob alle begriffen hätten, worum es geht. Nicht nur für die Profis, sondern auch für die Fans, die Stadt, und nicht zuletzt auch die Mitarbeiter des Vereins. Auch in diesem Bereich müssten im Abstiegsfall Kürzungen vorgenommen werden. Manche Spieler wirken so, als sei ihnen das völlig egal.

Torwartwechsel: Die letzte Patrone

Und der Trainer? Jürgen Kramny brachte vier Neue in der Startelf, die Maßnahme verpuffte. Der Tausch auf der Torhüterposition wirkte wie die letzte Patrone, um noch mal einen Impuls zu setzen und allen die Lage zu verdeutlichen.

Muss nun die Vereinsführung noch mal einen »Impuls« setzen und den Trainer erneut wechseln? Ein Bekenntnis gab es gestern nicht. Kramny holte in den zwölf Spielen seit seinem Amtsantritt zwölf Punkte.

Das ist die Bilanz eines Absteigers. Als er kam, lag der DSC auf Platz 17, zehn Spieltage vor dem Saisonende ist Arminia Letzter. Für ihren Coach haben die DSC-Profis gestern nicht gespielt.

Vielleicht muss ein harter Hund her, um die Spieler endlich wach zu rütteln.

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