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Kommentar zum Ausfall von Andreas Voglsammer

Jetzt muss Arminia Berge versetzen

Ob dieses 0:0 in Aue ein gewonnener Punkt war im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga, oder ob es doch eher zwei verlorene Zähler waren, wurde Amos Pieper nach der Partie gefragt. Arminias Abwehrspieler antwortete sinngemäß, dass eine seriöse Antwort darauf erst am Saisonende gegeben werden könne. Nämlich dann, wenn feststeht, wer direkt in die 1. Liga aufsteigt, wer in den Hoffnungslauf geht und wer es am Ende dann doch nicht ganz geschafft hat.

Dirk Schuster

Arminia muss mehrere Monate auf Andreas Voglsammer verzichten. Der Angreifer musste in Aue verletzt ausgewechselt werden. Trainer Uwe Neuhaus, Co-Crainer Peter Nemeth und Marcel Hartel blicken sorgenvoll. Foto: Thomas F. Starke

Was man hingegen jetzt schon weiß, ist, dass die Arminen diesen vermaledeiten Abend in Aue garantiert in keiner guten Erinnerung behalten werden – ganz gleich, wie die Saison für sie ausgeht.

Und dabei spielt das vermeintliche Nicht-Tor von Fabian Klos nur eine untergeordnete Rolle. Es wäre am Ende sowieso nur ein Trostpflaster gewesen. Denn was viel mehr wehtut, ist der gebrochene Mittelfuß von Andreas Voglsammer.

Arminia muss für mehrere Monate auf eine ihrer wichtigsten Stützen dieser Saison verzichten. Wie lange der Außenstürmer tatsächlich ausfällt und ob er in der finalen Phase vielleicht doch noch einmal eingreifen kann, ist ungewiss.

Gewiss ist dafür, dass das kongeniale Angriffs-Duo Voglsammer/Klos erst einmal gesprengt ist.

In Trainer Uwe Neuhaus’ Kopf hat die Suche nach einer Lösung für dieses erhebliche Problem, das den DSC schlechtestenfalls den Aufstieg kosten kann, längst begonnen. Klar ist: Es muss eine interne Lösung sein. Denn die Chance, den Ausfall mit einer Neuverpflichtung zu kompensieren, ist just verstrichen. Das Transferfenster schloss am Freitagabend – ein paar Stunden vor Bekanntwerden der Diagnose. Zu der Verpflichtung eines vertragslosen Spielers wird es ebenfalls nicht kommen, das untersagen die Statuten.

Vielleicht aber, und das wäre die beste aller Konsequenzen, raufen die Arminen sich nach ihrem ersten Schock zu einem kollektiven „Jetzt erst recht“ auf und zeigen der Konkurrenz, dass Teamgeist Berge versetzen kann.

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