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0:2 gegen Bremen – Arminia kommt auch unter dem neuen Trainer Kramer nicht voran – Klos beginnt auf der Bank – de Medina sieht Rot

Kein Punkt und wieder kein Tor

Bielefeld

Abstiegskandidat Arminia Bielefeld hat das so wichtige Nachholspiel der Fußball-Bundesliga gegen Werder Bremen verloren. Am Mittwochabend unterlag der Fußball-Bundesligaaufsteiger den Norddeutschen mit 0:2 (0:0). In der Tabelle verharren die seit nun schon sieben Spielen sieglosen Ostwestfalen auf Relegationsrang 16.

Dirk Schuster

Wieder nichts: Im Rücken des Arminen Cedric Brunner jubeln die Bremer. Foto: Thomas F. Starke

Frank Kramer setzte in seinem zweiten Spiel als neuer Arminia-Trainer direkt mal Fabian Klos auf die Bank. Es war das erste Mal in dieser Saison, dass der Kapitän den Anpfiff nicht auf dem Platz erlebte. Unter Kramer-Vorgänger Uwe Neuhaus war Angreifer Klos (drei Saisontore) stets gesetzt. „Wir haben drei intensive Spiele hintereinander. Fabi hat Sonntag gegen Union alles investiert, alles rausgehauen – er braucht auch eine gewisse Frische“, erläuterte Kramer vor der Partie am Sky-Mikrofon die personelle Maßnahme.

Beim 0:0 gegen die Berliner war Klos von Kramer elf Minuten vor Schluss ausgewechselt worden. Man darf gespannt sein, ob der 48 Jahre alte Coach in der Partie am Sonntag (13.30) bei Bayer Leverkusen wieder von Beginn an auf Klos setzen wird.

Neben dem Kapitän blieben gegenüber dem torlosen Remis gegen Union in Michel Vlap, Masaya Okugawa und dem angeschlagenen Sergio Cordova auch alle anderen Offensivkräfte draußen.

Gegen die Bremer führte Torwart Stefan Ortega Moreno die Ostwestfalen als Kapitän auf das Spielfeld. Mit seiner Doppelspitze Ritsu Doan/Andreas Voglsammer begann der DSC druckvoll. Die erste Gelegenheit, ein Kopfball von Amos Pieper, resultierte dann aus einem Standard (7. Minute). „Wir wollen Werder hoch packen und gute Ballgewinne haben“, umriss Kramer seine Marschrichtung.

Für die Bremer war klar: Ein Sieg in Bielefeld wäre ein Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt. Doch das Team von Trainer Florian Kohfeldt begann verhalten und schien vom forschen Vortrag der Arminen überrascht zu sein.

Die erste richtig dicke Gelegenheit hatte dann Doan. Doch dessen Schuss aus kurzer Distanz blockte Ömer Toprak (29.).

So zupackend, mutig und spielfreudig wie gegen die allerdings auch erschreckend schwachen Bremer hatte man den DSC schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Was fehlte, war ein Vollstrecker.

Den hatten dafür die Bremer. In der 47. Minute fiel nach einer durch Pieper unglücklich abgefälschten Hereingabe Josh Sargent der Ball vor die Füße. Der Angreifer staubte mit der ersten echten Gästechance zur glücklichen Bremer Führung ab. Romano Schmid verpasste mit einem Schuss aus der Drehung das mögliche 2:0 nur knapp (61.).

Kramer brachte mit Klos und Vlap zwei frische Kräfte, um der Partie noch eine Wende zu geben. Doch dann das: Der eingewechselte Nathan de Medina foult Werder-Joker Niclas Füllkrug – und sieht zunächst Gelb. Doch bei Ansicht des Videomaterials entscheidet sich Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) um: Rot. Eine harte Entscheidung. Mit dem 0:2 durch Kevin Möhwald (75.) war die Partie dann entschieden, obwohl Klos zwei Riesenchance ungenutzt ließ (78., 80.).

Bielefeld: Ortega - Brunner, Pieper, Nilsson, Laursen (52. de Medina) - Prietl - Kunze (75. Schipplock), Maier (75. Gebauer) - Hartel (62. Vlap) - Doan, Voglsammer (62. Klos)

Bremen: Pavlenka - Veljkovic, Toprak, Friedl - Gebre Selassie, M. Eggestein, Bittencourt (64. Möhwald), Agu (46. Augustinsson) - Schmid (85. Groß), Sargent (64. Füllkrug), Rashica (83. Selke)

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

Tore: 0:1 Sargent (47.), 0:2 Möhwald (75.)

Gelbe Karten: Pieper (3) / Friedl (5), M. Eggestein (4)

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