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Arminia-Präsident nimmt Team und Trainer in die Pflicht

Laufer: »Einigermaßen entsetzt«

Bielefeld (WB). Eine Stunde und 40 Minuten schlossen sich Arminia Bielefelds Trainer Jürgen Kramny und seine Spieler am Montag in der Kabine ein, um das 2:2 gegen Aue aufzuarbeiten. »Zur Videoanalyse«, wie es von offizieller Seite hieß. Oder war es doch eher eine Krisensitzung? Wohl eine Mischung aus beidem.

Dirk Schuster

Das hätte es sein müssen: Christopher Nöthe vergibt das mögliche 3:1 für Arminia. Aues Verteidiger werfen sich in die Schussbahn. Foto: Thomas F. Starke

So oder so ist Hans-Jürgen Laufer der Meinung: »Das Trainerteam ist gefordert, die Mannschaft wachzurütteln und eine Reaktion hervorzurufen. Aber an allererster Stelle«, betont der Präsident, »sind die Spieler gefordert.«

Nach den zuvor guten Leistungen in Liga und Pokal sei er »einigermaßen entsetzt gewesen über das, was gegen Aue stattgefunden hat. Das hatte ich im Traum nicht erwartet«, sagt Laufer.

Riesenchance vertan

Arminia habe »eine Riesenchance vertan«. Eine, die richtig teuer werden kann. Denn ein Abstieg in die 3. Liga – und dem ist der DSC am Sonntag näher gekommen – würde den Klub Millionen Kosten.

Den Spielern, so scheint es, fehlt dafür das Bewusstsein. Anders ist nicht zu erklären, wie leichtfertig sie ihre 2:0-Blitzführung hergeschenkt haben.

Mangel an Führungsspielern

Kramny weiß, dass er unter Druck steht. Laufer hält aber wenig davon, Einzelne an den Pranger zu stellen. »Wenn wir uns auseinanderdividieren lassen, dann schaffen wir es nicht«, sagt der Präsident.

Dass es Arminia an Führungsspielern mangelt, ist auch Kramny nicht entgangen. »Es ist klar, dass der eine oder andere deutlich mehr Verantwortung übernehmen muss«, konstatiert der Coach, der insbesondere seine Verteidiger nach den Slapstick-Gegentoren in der zweiten Hälfte ungewohnt scharf kritisiert.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Dienstag, 7. März, im WESTFALEN-BLATT.

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