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Arminia will »zeitnah« Trainer präsentieren – Hauptsponsor verlängert

Meinke: »Ich schließe nichts aus«

Bielefeld (WB). Wie nach der Entlassung von Rüdiger Rehm im Oktober will Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld auch nach der Freistellung von Jürgen Kramny in einer Länderspielpause den neuen Trainer präsentieren. Nur: Dieses Mal soll es schneller gehen.

Jens Brinkmeier

Die Bielefelder Trainerfindungskommission: Finanz-Geschäftsführer Gerrit Meinke (links) und Sportchef Samir Arabi. Foto: Thomas F. Starke

Zwischen Rehm und Kramny vergingen dreieinhalb Wochen. Der am Dienstag gefeuerte Schwabe hatte im November nur drei Tage zwischen seiner Vorstellung und dem ersten Pflichtspiel. Arminia hatte sich einige Absagen eingehandelt, dann war Sport-Geschäftsführer Samir Arabi mit Maik Walpurgis einig. Da dieser aber keine Mehrheit im Aufsichtsrat fand, musste Arabi umdisponieren.

Jetzt wollen die Bielefelder »idealerweise zeitnah nach dem Spiel gegen Kaiserslautern« einen neuen Chefcoach präsentieren, wie Finanz-Geschäftsführer Gerrit Meinke am Mittwoch erklärte. Man wolle »eine Lösung mindestens bis zum Saisonende« finden.

»Man muss schauen, was der Trainermarkt hergibt«

Meinke ist wieder gemeinsam mit Arabi federführend bei der Suche. Gegen Kaiserslautern (Freitag, 18.30 Uhr) wird wie berichtet Co-Trainer Carsten Rump verantwortlich sein. Der 35-Jährige ist aber nicht im Besitz der Fußballlehrerlizenz und darf nur 15 Werktage Cheftrainer bleiben. U19-Trainer Uwe Grauer (47) hat die nötige Lizenz. Auf die Frage, ob Grauer im Team mit Rump und Co-Trainer Sebastian Hille die Lösung sein könne, antwortete Meinke: »Ich schließe nichts aus.«

Nach dem Lautern-Spiel steht die nächste Bielefelder Zweitligapartie am 1. April bei den Würzburger Kickers an. Sollte der DSC es schaffen, am Montag den Neuen vorzustellen, hätte Mister X – im Gegensatz zu Kramny – genug Zeit, um die Mannschaft vorzubereiten. Aber: »Man muss schauen, was der Trainermarkt hergibt. Das können wir ja nicht beeinflussen«, so Meinke.

Sollte Arminia den Klassenerhalt noch schaffen, würde sich der Vertrag von Kramny übrigens verlängern. Diese Option war im November ausgehandelt worden und gilt auch nach der Freistellung. »Das ist richtig, das würde unseren Etat in der 2. Liga belasten«, bestätigte Meinke.

Gute Nachrichten

Immerhin gibt es für den DSC auf dem Finanzsektor gute Nachrichten. Die Bielefelder Firma Schüco hat den Vertrag als Hauptsponsor um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2018 verlängert.

Ebenfalls gut für Meinke und die Klubfinanzen: Die Stadt Bielefeld stundet dem Verein Tilgungsleistungen in Höhe von 950.000 Euro.

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