DFL-Plan für die Zuschauer-Rückkehr – DSC und SCP äußern sich

„Nackenschlag für unsere Fans“

Bielefeld (WB/dpa). Keine Gästefans in den Fußball-Stadien bis zum Jahresende und ein Stehplatz- und Alkoholverbot mindestens bis zum 31. Oktober. Der Plan der Deutschen Fußball-Liga (DFL) für die Teilzulassung von Zuschauern zur neuen Saison in der 1. und 2. Liga birgt viel Zündstoff. Über die entsprechenden Anträge des DFL-Präsidiums entscheiden die 36 Profiklubs am Dienstag bei der virtuellen außerordentlichen Mitgliederversammlung.

Auch in Bielefeld soll es in der neuen Saison möglich sein, Sitzplätze zu nutzen. Stehplätze soll es nicht geben. Foto: Thomas F. Starke

Arminia Bielefelds kaufmännischer Geschäftsführer Markus Rejek sagte, der vorläufige Verzicht auf Auswärtsfans wäre „natürlich ein totaler Nackenschlag für unsere Fans. Wir haben uns so sehr auf Spiele in Dortmund oder München gefreut. Wir wünschen uns alle volle Stadien, aber wir müssen aus der Situation das Beste machen. Die Maxime ist, gesundheitliche Risiken auszuschließen.“

Generell werde man in der DFL nicht alle unter einen Hut kriegen, bei der Auslastung der Stadien seien „Ungerechtigkeiten möglich, am Ende müssen wir das große Ganze sehen“.

Viel Verständnis von Hornberger

Paderborns Geschäftsführer Martin Hornberger zeigte viel Verständnis für die Planungen der DFL: „Wir wollen möglichst schnell wieder Fußball mit Fans spielen, deshalb werden wir uns dagegen nicht wehren. Diese Maßnahmen helfen, mögliche Infektionsketten zu minimieren.“

Da in der 2. Liga die Mindestkapazität der Stadien nur noch bei 12.500 Zuschauern liegt, könnte der SCP 2000 Stehplätze in 800 zusätzliche Sitzplätze umwandeln. Wobei Hornberger deutlich macht: „Aktuell sehe ich aus Kostengründen diese Option nicht.“

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