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Arminia-Neuzugang Michel Vlap über Fans, die Bühne Bundesliga und wie sich seine Liebe zum Fußball entwickelte

„Nicht mit den Händen, nur mit den Füßen“

Bielefeld

Am Montag gab Arminia Bielefeld die Verpflichtung von Michel Vlap (23) bekannt. Am Freitag gab der Leihspieler vom belgischen Topklub RSC Anderlecht (Vertrag bis 2024) sein erstes Interview.

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„Ich probiere, mit einem Lachen zu leben und positiv zu sein“, sagt der neue Arminia-Profi Michel Vlap Foto: Starke

Und am Sonntag (18 Uhr) im Fußball-Bundesligaspiel gegen Werder Bremen möchte der Niederländer am liebsten schon für die Ostwestfalen auflaufen.

DSC-Trainer Uwe Neuhaus nennt Sie einen offenen, lebensfrohen Menschen – typisch holländisch, wie er sagt. Stimmt das?

Michel Vlap: Ich probiere, mit einem Lachen zu leben und positiv zu sein. Und ich denke, das bin ich auch.

Wie hat sich Ihre Liebe zum Fußball entwickelt?

Vlap: Mein Bruder gab mir den ersten Ball, als ich zwei Jahre alt war. Er sagte: Nicht mit den Händen spielen, nur mit den Füßen! Als ich vier war, habe ich einen Fußball mit in mein Bett genommen. Ich habe mich in das Spiel verliebt. Wohin ich auch ging, ich hatte immer einen Ball dabei. Ich habe viele Spiele im Stadion gesehen. Die Atmosphäre, die Emotionen haben mich gepackt.

Sie haben dann später lange für den niederländischen Verein SC Heerenveen gespielt.

Vlap: Fünf Jahre. Ich bin dort in der Nähe aufgewachsen und habe eine spezielle Beziehung zum Klub und zu den Fans. Ich bin ohnehin ein Spieler, der versucht, eine Bindung zu den Anhängern herzustellen. Und ich versuche, meine Positivität mit den Fans zu teilen.

Reichen die wenigen Tage in Bielefeld, um gegen Bremen schon zu beginnen?

Vlap: Meine ersten Tage hier waren sehr gut. Ich kenne jetzt das Level im Training. Ich muss mich noch anpassen, aber ich fühle mich sehr fit, bin sehr hungrig und fühle mich bereit für den Wettkampf. Ich will, dass Arminia in der Liga bleibt und hoffe, dass ich wichtig werden kann für das Team.

Arminia braucht jemanden, der auch Tore schießt.

Vlap: Im Training habe ich beim elf gegen elf zwei Tore gemacht. Das tat gut. Die Topscorer in der Mannschaft haben je drei Treffer erzielt (Fabian Klos, Ritsu Doan). Es wäre natürlich schön, mehr als drei Tore zu erzielen.

Der Wechsel kam erst am letzten Transfertag zustande. War es eine schwierige Entscheidung für Sie?

Vlap: Es war nicht schwer, mich für einen Wechsel zu entscheiden. Ich hatte ein gutes Gefühl. Ich habe als Kind davon geträumt, in der Bundesliga zu spielen. Wenn dann so eine Chance kommt, musst du sie nutzen.

Ist die Bundesliga eine Bühne, um sich auch für andere deutsche Klubs interessant zu machen?

Vlap: Na klar, das ist eine gute Bühne, um mich zu präsentieren. Das ist mein Ziel. Ich hoffe, dass ich Arminia helfen und mich zeigen kann.

Haben Sie ein Vorbild?

Vlap: Ein echtes Idol habe ich nicht, aber ich mag Lionel Messi. Für mich ist er der beste Spieler der Welt. Und Thomas Müller. Er wird manchmal unterschätzt, aber er ist ein Top-Fußballer, ein sehr guter Spieler auf der Zehn. Ich freue mich, dass ich mit Arminia schon bald gegen ihn und Bayern antreten werde.

aufgezeichnet von: Dirk Schuster

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