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1:1 – stark gestarteter DSC hat gegen den 1. FC Nürnberg am Ende Glück

Nur ein Punkt: Arminia lässt im Aufstiegsrennen Zähler liegen

Bielefeld (WB). Den nächsten großen Schritt Richtung Bundesliga hat Arminia Bielefeld verpasst: Gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg kam der Spitzenreiter am Samstag nur zu einem 1:1 (1:1) und musste am Ende sogar noch um den einen Punkt bangen.

Sebastian Bauer

18. Saisontor, 149. Pflichtspieltor im DSC-Trikot: Fabian Klos trifft gegen Nürnberg zur 1:0-Führung. Foto: Thomas F. Starke/DSC Arminia

Ob es für den DSC (57 Zähler) bei acht Punkten Vorsprung auf Relegationsrang drei bleibt, entscheidet sich im Verlauf des Spieltags. Am Sonntag tritt der Tabellenzweite VfB Stuttgart (51) gegen den VfL Osnabrück an. Zeitgleich tritt der Vierte 1. FC Heidenheim (48) in Hannover an. Der Ligadritte Hamburger SV (49) ist erst am Montag gegen Holstein Kiel im Einsatz.

Nürnberg hatte für den Saisonverlauf der Arminen schon einmal eine große Bedeutung. Im November vergangenen Jahres übernahm der DSC mit einem 5:1 beim Club erstmals die Tabellenführung – und hält sich dort bis heute. Was damals noch mit den Fans zelebriert wurde, musste an diesem nasskalten Samstag im Juni vor leeren Tribünen über die Bühne gehen.

Um den nächsten Sieg im Aufstiegsrennen einzufahren, vertraute Arminias Trainer Uwe Neuhaus auf dieselbe Startelf wie beim 2:1-Sieg in Kiel. Mit einer Ausnahme: Fabian Kunze ersetzte den gelbgesperrten Manuel Prietl.

Während es im Hinspiel bereits nach 15 Minuten 3:0 für den DSC stand, war dieses mal Geduld gefragt. Es dauerte gut neun Minuten bis zur ersten Chance – die es gleich in sich hatte. Nach einem Fehlpass von Nürnbergs Robin Hack kam Jonathan Clauss an den Ball, legte auf Klos ab, der aber nur den Außenpfosten traf. Aller guten Dinge sind zwei: Also traf der Kapitän schon mit seiner zweiten Chance zur Führung. Wieder flankte Clauss, und wieder war Klos zur Stelle. Per Kopf erzielte der Torjäger sein 18. Saisontor. Insgesamt steht der 32-Jährige nun bei 149 DSC-Pflichtspieltreffern.

Ausgleich aus dem Nichts

Was früh auffiel: Die abstiegsbedrohte Mannschaft von Jens Keller, in der vergangenen Saison noch Bundesligamitglied, stand tief und machte keine Anstalten, viel fürs Spiel zu tun. Die Arminen zeigten dagegen sofort, wer der Herr im Haus ist. Routiniert und souverän zog der Spitzenreiter sein Spiel durch. Und kam durch Marcel Hartel zur nächsten Chance. Der Schuss des Mittelfeldspielers aus 25 Metern wurde von FCN-Torwart Christian Mathenia aber über das Tor gelenkt (21.).

Die, die es mit dem FCN halten, hatten am Samstag wenig Freude an dem, was der Club anzubieten hatte. Etwa beim zu kurzen Rückpass von Patrick Erras auf Mathenia. Klos schnappte sich den Ball, umkurvte den Keeper und hatte sein zweites Date des Tages mit dem Außenpfosten (24.). Georg Margreitter köpfte auf der Gegenseite nach einer Ecke knapp vorbei (29.).

Für die Gäste war es wie ein Weckruf, mehr ins Spiel zu investieren. Die Nürnberger hatten jetzt mehr Zugriff und tasteten sich offensiv etwas mehr heran. Dennoch fiel der schmeichelhafte Ausgleich anschließend wie aus heiterem Himmel. Patrick Erras köpfte den Ball an die Unterlatte, von wo er sich ins Tor senkte - 1:1 (43.). Ein wenig mehr an Passivität in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit mussten die Ostwestfalen gleich mit dem Ausgleich bezahlen.

Soukou verpasst das 2:1

Kaum war wieder angepfiffen, hatte Arminia Cebio Soukou die Chance auf das 2:1. Doch der Mittelfeldspieler brachte den Ball vor dem leeren Tor nicht unter Kontrolle. Anschließend fehlten dann die Momente, die zumindest ein wenig mitreißen - soweit das ohne die übliche Kulisse eben möglich ist.

Nachdem Nürnbergs Fabian Schleusebner an Stefan Ortega Moreno im Bielefelder Tor gescheitert war, reagierte Uwe Neuhaus in der 62. Minute mit einem Doppelwechsel. Für Nils Seufert und Cebio Soukou brachte Arminias Trainer Andreas Voglsammer und Kiel-Matchwinner Sven Schipplock , um das Offensivspiel wieder zu beleben. Was umgehend Wirkung zeigte: Voglsammer hatte die nächste große DSC-Chance, schoss aber links vorbei (67.).

Beide Mannschaften agierten mittlerweile auf Augenhöhe, kamen aber nicht mehr zu klaren Torchancen. Bis kurz vor Schluss, als Schleusener aus kurzer Distanz an Ortega Moreno scheiterte - Arminia war nun im Glück, auch weil der Aufstiegskandidat offensiv nicht mehr für Entlastung sorgen konnte. Deshalb war jetzt vor allem der DSC-Keeper gefragt, der in der 88. Minute einen Ball von Michael Frey von der Linie kratzen musste, um die Niederlage zu vermeiden. Kurz darauf war Schluss beim Geisterspiel auf der Alm.

Den nächsten, erfolgreicheren Schritt Richtung Aufstieg kann der DSC am kommenden Freitag machen: Um 18.30 Uhr ist der Tabellenführer dann beim SV Sandhausen zu Gast.

Hier gibt es die Stimmen zum Spiel .

Bielefeld: Ortega Moreno - Brunner, Pieper, Nilsson, Hartherz - Kunze - Seufert (62. Schipplock), Hartel - Clauss (79. Yabo), Klos, Soukou (62. Voglsammer)

Nürnberg: Mathenia - Sorg (70. Valentini), Margreitter, Mavropanos, Handwerker - Erras, Heise, Schleusener (90. Zrelak), Behrens, Hack (90. Dovedan) - Ishak (70. Frey)

Schiedsrichter: Rohde (Rostock)

Tore: 1:0 Klos (14.), 1:1 Erras (43.)

Gelbe Karten: Soukou (3), Brunner (6) / Behrens, Heise, Ishak

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