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Warum der neue Abwehrmann zu Arminia nicht Nein sagen konnte

Piepers Perspektiven

Bielefeld (WB). 192 Zentimeter Körperlänge, dazu die blonden Haare – Amos Pieper (21) ist auf dem Trainingsplatz des DSC Arminia Bielefeld eine Erscheinung. Und: Es sieht aus, als trüge der Neuzugang permanent ein Lächeln auf den Lippen.

Dirk Schuster

Den Ball im Blick: Armine Amos Pieper beim gestrigen Training in der Schüco-Arena. Foto: Bernhard Pierel

»Ich habe in den Gesprächen mit den Verantwortlichen mehr und mehr das Gefühl bekommen: Ich muss dahin!«, erklärt Pieper seinen Wechsel aus Westfalen nach Ostwestfalen und betont: »Ich würde nicht sagen, dass mir in Dortmund die Perspektive gefehlt hat, sondern eher, dass mir hier eine richtig gute Perspektive aufgezeigt wurde. Ich konnte nicht Nein sagen.«

Achteinhalb Jahre trug der Abwehrspieler das Trikot von Borussia Dortmund, ehe er im Januar nach Bielefeld kam. Über den BVB, wo sein Vertrag am Saisonende ausgelaufen wäre, könne er »nicht ein schlechtes Wort verlieren«. Warum auch? Im Sommer nahm Bundesliga-Chefcoach Lucien Favre den Regionalligakicker mit auf große USA-Reise, unmittelbar vor der Winterpause gehörte Pieper gegen Mönchengladbach dann zum ersten Mal dem 18er-Kader für ein Punktspiel an, ehe er anschließend mit ins Trainingslager nach Spanien reiste. Pieper, der mit der U17 und U19 des BVB Deutscher Meister wurde, kam zu Testspieleinsätzen. Dennoch entschied er sich für einen Wechsel.

»Mit der Zeit will ich natürlich angreifen«

In Kapitän Julian Börner und Brian Behrendt hat er beim DSC aktuell zwei gestandene Innenverteidiger vor der Nase. Die Reservistenrolle zu akzeptieren, falle ihm schwer. »Aber ich bin Realist. In den ersten Spielen habe ich dafür Verständnis. Doch klar, jeder will spielen, das muss ich über das Training zeigen. Mit der Zeit will ich natürlich angreifen.« Die gestrige Trainingseinheit verlängerte er mit Assistenzcoach Peter Nemeth und einigen seiner Mitspieler um eine mehrminütige Extraschicht. Am Freitag beim Spiel in Regensburg (18.30 Uhr) möchte er wie schon zuletzt gegen Hamburg dann wieder im Kader stehen.

50.000 Euro Ablöse haben die Arminen dem Vernehmen nach für Pieper (Vertrag bis 2022) an den BVB überwiesen. »Ich bin mit voller Überzeugung hierhergekommen. Es gab schon bessere, aber auch schon schlechtere Zeiten bei Arminia. Hier ist einiges möglich«, sagt er über sein Ziel mit dem DSC. Und wie lautet sein persönliches Ziel? »Ich will den besten Amos Pieper aus mir machen, den ich machen kann.«

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