1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Dsc
  4. >
  5. Plötzlich wieder heimstark?

  6. >

Von den vergangenen zwölf Spielen zuhause verlor Arminia nur eins

Plötzlich wieder heimstark?

Bielefeld (WB). Zwei Heimspiele, zwei Siege und 8:0 Tore: Arminia Bielefeld scheint auf einem guten Weg zu sein, die Heimschwäche der Hinrunde vergessen zu machen. Von den acht Partien, die der DSC in der Hinserie in der Schüco-Arena absolvierte, wurden nur zwei gewonnen, fünf Spiele endeten mit einem Unentschieden. Der VfB Stuttgart siegte 1:0 auf der Alm. Ihre sensationelle Auswärtsserie (sieben Siege, zwei Unentschieden) machte die Arminen zum Herbstmeister.

Jens Brinkmeier

Alle Mann antreten zum Jubeln: Die Arminen feiern beim 6:0 gegen Regensburg, es war der zweite Heimsieg in Folge. Foto: Thomas F. Starke

Doch im neuen Jahr läuft es daheim. Dem 2:0 gegen den VfL Bochum Ende Januar folgte am Sonntag das 6:0 gegen den SSV Jahn Regensburg. Von den (saisonübergreifend) vergangenen zwölf Heimspielen ging nur das gegen Stuttgart verloren. Wenn die Alm wieder zur Festung wird, ist der Aufstieg wahrscheinlicher. Zumal die Gegner der restlichen sieben Heimpartien allesamt als schlagbar einzustufen sind. Als nächstes kommt Hannover 96 (23. Februar), es folgen Wehen Wiesbaden, Osnabrück, Dresden, Nürnberg, Darmstadt und im Saisonfinale am 17. Mai der Stand jetzt stärkste Gegner, Heidenheim.

Ligabestwert in den letzten 13 Spielen

So weit denkt DSC-Trainer Uwe Neuhaus nicht voraus. Der 60-Jährige lobte seine Spieler nach dem 6:0 gegen Regensburg am Sonntag für die „Gier und ihre Bereitschaft“. Der erfahrene Coach betonte aber auch: „Es war ein kleiner Schritt von vielen, die wir noch vor uns haben. Wir müssen nicht glauben, dass es jede Woche so geht. Wir müssen sehr viel dafür arbeiten, um am Samstag in Fürth wieder eine gute Leistung zu bringen.“ Grundlage für den Kantersieg war wieder die stabile Defensive. Als einzige Mannschaft der 2. Liga ist Arminia in diesem Jahr noch ohne Gegentor. Neuhaus legte aber Wert auf die Feststellung, dass die Zu-Null-Serie „nicht ermauert wurde“. Generell sei es wichtig, hinten gut zu stehen, „weil es Sicherheit gibt, die man für die nächsten Wochen benötigt“, so Neuhaus.

26 Punkte hat Bielefeld aus den vergangenen 13 Spielen geholt. Das ist Ligabestwert. Hält der DSC den Zweierschnitt, dürfte der Aufstieg tatsächlich gelingen. So viele Punkte wie jetzt (41) hatten die Arminen in ihrer Zweitligahistorie nach 21 Partien übrigens noch nie.

„Wir beschäftigen uns nicht mit Hamburg und Stuttgart“

Doch Zahlenspiele interessieren die Profis ebenso wenig wie die Ergebnisse der Konkurrenten. Das betonte zumindest Mittelfeldspieler Manuel Prietl. „Wir beschäftigen uns nicht mit Hamburg und Stuttgart. Wir versuchen einfach, unser Ding bis zum Ende durchzuziehen. Wir dürfen nicht locker lassen“, sagte der Österreicher, der gegen Regensburg seinen dritten Saisontreffer feierte.

Alle fünf selbst erzielten Tore beim 6:0 – Regensburg traf einmal ins eigene Tor – wurden von verschiedenen Schützen erzielt. Fabian Klos (14 Saisontore) war nicht darunter, ebenso wenig logischerweise der verletzte Andreas Voglsammer. „Das Spiel hat gezeigt, dass der DSC nicht nur aus Klos und Voglsammer besteht, sondern dass wir jeden Spieler im Kader brauchen. Das haben wir immer gesagt und das hat man nun gesehen“, stellte Sport-Geschäftsführer Samir Arabi fest. Wie auch der Trainer forderte Arabi, nicht locker zu lassen: „Die Mannschaft darf nicht einen Schritt weniger machen.“

Startseite