1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Dsc
  4. >
  5. Saibene hat was zu verbergen

  6. >

Aus Angst vor Spionen: Arminias neuer Trainer macht die Schotten dicht

Saibene hat was zu verbergen

Bielefeld (WB). Wer den Zweitligafußballprofis von Arminia Bielefeld in dieser Woche noch mal bei der Arbeit zugucken möchte, hat am Dienstagnachmittag die letzte Gelegenheit dazu. Denn für den Rest der Woche gilt: Jeff Saibene macht die Schotten dicht.

Dirk Schuster

Was führt Jeff Saibene im Schilde? Arminias neuer Trainer hofft, dass er die Würzburger Kickers überraschen kann. Foto: Starke

Am Mittwoch, am Donnerstag und am Freitag lässt der neue Arminia-Coach unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren. Am Samstag gibt der 48-Jährige in der Partie bei den Würzburger Kickers dann seinen Pflichtspieleinstand. »Wir wollen uns vor Spionen aus Würzburg schützen«, sagt Saibene. Eigentlich habe er es gar nicht so gerne, die Fans und Medien aussperren zu müssen.

»Aber wenn ein neuer Trainer übernimmt, ist das in der Woche vor dem ersten Spiel richtig und wichtig«, begründet er die Maßnahme und ergänzt: »Wir wollen versuchen, auch ein paar Standards einzuüben.« Saibene betont, dass drei Trainingstage in der Woche hinter verschlossenen Türen die Ausnahme bleiben sollen, »denn ich bin eigentlich kein Fan davon, sich zu verstecken«.

Einige Positionen noch offen

Der Luxemburger hofft, mit seinem Geheimtraining den Aufsteiger Würzburg ein wenig überraschen zu können. Denn noch ist auf einigen Positionen offen, wer am Samstag im Stadion am Dallenberg für den DSC auflaufen wird.

Dass Julian Börner nach auskuriertem Magen-Darm-Infekt wieder in die Startelf zurückkehren wird, gilt allerdings als sicher. »Julian macht einen sehr guten, stabilen Eindruck«, sagt der Coach über Arminias Abwehrchef, der jedoch weder beim jüngsten 1:1 im Testspiel in Wolfsburg noch beim vorherigen 2:0 in der Liga gegen den 1. FC Kaiserslautern mit von der Partie war. Stephan Salger hatte Börner gegen Lautern vertreten. Durchaus möglich, dass Salger sich trotz ansprechender Leistung nun auf der Bank wiederfinden wird.

»Biss und Willen« als wesentliche Bestandteile

Unter Saibene ist der Konkurrenzkampf völlig neu entfacht. Jeder wittert seine Chance. So sind die U 20-Nationalspieler Keanu Staude und Leandro Putaro bereits gestern wieder im Training gewesen, obwohl sie eigentlich für das U 20-Länderspiel gegen die Schweiz nominiert worden waren.

»Sie wollten unbedingt zurück und sich zeigen. Eine gute Einstellung«, lobt Saibene. Sören Brandy hingegen, der sich nach seinem Muskelfaserriss weiter im Aufbautraining befindet, komme wohl erst wieder für das Spiel am 17. April gegen Stuttgart in Frage.

Saibene hat »Biss und Willen« als wesentliche Bestandteile des Trainings ausgemacht. »Das gefällt mir«, sagt er. Was ihm weniger gefällt: »Die Spieler lassen sich zu sehr ablenken. Mir wird zu viel über Abseits oder Foul diskutiert. Wichtiger ist, dass die Spieler ihre Energie nur auf das fokussieren, was sie selbst beeinflussen können. Und das ist nicht das Wetter, nicht der Ball, nicht der Platz, sondern das ist ihre Leistung.«

Startseite