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Arminia-Trainer führt den Spielern das Video vom Duisburg-Debakel vor

Saibene: »Werden nicht alles in Frage stellen«

Bielefeld (WB). Gefeiert wird nicht. Arminia Bielefelds Trainer Jeff Saibene wird am Mittwoch zwar 49, »aber das ist kein Grund für eine Party – das ist kein besonders schönes Alter«, sagt der Coach des Fußball-Zweitligisten. Zwei weitere Gründe sprechen gegen eine große Sause: Erstens hat Saibene am Mittwoch wenig Zeit, zweitens könnte die Stimmung aktuell besser sein.

Jens Brinkmeier

Florian Dick und seine Mitspieler zeigten gegen Duisburg eine schwache Partie. Besserung ist nötig. Foto: Thomas F. Starke

0:4 hat der DSC am Samstag gegen Aufsteiger MSV Duisburg verloren. Mittwochvormittag bittet Saibene zum Training auf den Platz, am Nachmittag ist dann Videostunde angesagt. Der Luxemburger wird seinen Spielern ausführlich aufzeigen, was sie alles falsch gemacht haben am vorigen Samstag. Es könnte länger dauern.

»Ich werde Klartext reden, es gibt ja auch nichts schönzureden. Aber wir vergessen auch nicht, was die Jungs in den letzten Monaten geleistet haben«, verweist Saibene auf die erste Niederlage nach saisonübergreifend zuvor neun Punktspielen ohne Pleite. »Wir werden nach einem Spiel nicht alles in Frage stellen und nicht alles auf den Kopf stellen. Wenn sie am Sonntag in Darmstadt eine Reaktion zeigen, dann ist alles gut«, sagt der Trainer.

Laufleistung nicht auf Topniveau

Bei der Analyse werde jeder Spieler sehen, warum so vieles gegen den MSV nicht geklappt habe. Erstmals war die Laufleistung nicht auf dem Topniveau der ersten vier Saisonpartien, die der DSC ungeschlagen überstanden hatte (zehn Punkte).

Dass seine Spieler bei der Einheit am Dienstag deswegen am Ende noch zehn Läufe absolvieren mussten, verneint der Coach. »Wir haben am Samstag gespielt und spielen erst am Sonntag wieder, es ist also eine recht lange Woche. Da kann man zu Beginn mehr an der Physis arbeiten«, stellt Saibene klar.

Nur Christopher Nöthe fehlt beim Training

Der seit März tätige Trainer ist auch der Meinung, dass seine Profis den Gegner unterschätzt haben könnten. »Das kann sein, beweisen können wir es nicht. Es wäre aber menschlich, auch wenn so etwas natürlich nicht sein sollte und keine Entschuldigung sein darf.«

Personell kann Saibene derzeit fast aus dem Vollen schöpfen. Dienstag fehlte lediglich der Langzeitverletzte Christopher Nöthe (Reha nach Kreuzbandriss). Ansonsten waren alle Profis dabei, auch der zuletzt länger verletzte Nils Quaschner (Knieprobleme).

Kapitän Julian Börner, der gegen Duisburg nach Verletzungspause (Sprunggelenk) sein Comeback gegeben hatte, musste die Einheit vorzeitig abbrechen. Der Innenverteidiger hatte leichte Schmerzen am Fuß, das vorzeitige Ende sei aber eine Vorsichtsmaßnahme.

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