Angreifer unterschreibt beim Ligakonkurrenten Berlin

Voglsammer von Arminia zu Union

Bielefeld

Die Wege trennen sich: Nach fünfeinhalb Jahren verlässt Andreas Voglsammer den Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld. Der 29-Jährige stürmt von der kommenden Saison an für den Ligakonkurrenten 1. FC Union Berlin.

Von Dirk Schuster

Andreas Voglsammer (29) Foto: Thomas F. Starke

„Nach fünfeinhalb Jahren bei der Arminia möchte ich noch einmal zu neuen Ufern aufbrechen“, wird Voglsammer auf der Internetseite der Berliner zitiert. Er wechselt ablösefrei zu den Unionern, sein Vertrag beim DSC läuft am 30. Juni aus.

Voglsammer hatte nach großem Verletzungspech (Haarriss im Fuß, Muskelfaserriss) in der abgelaufenen Erstligaspielzeit nicht mehr die Topform aus der vorangegangenen Aufstiegssaison erreichen können. Dennoch trug er mit zwei wichtigen Treffern beim 1:1 in Mainz und beim 1:1 gegen 1899 Hoffenheim maßgeblich zum Klassenerhalt bei.

Der herrliche Freistoß am vorletzten Spieltag zum Ausgleich gegen die Kraichgauer war gewissermaßen Voglsammers Abschiedsgeschenk an die Ostwestfalen.

Im Januar 2016 war er innerhalb der 2. Liga vom 1. FC Heidenheim nach Bielefeld gekommen. Er brauchte eine gewisse Anlaufzeit, avancierte dann aber zum unumstrittenen Stammspieler. Gemeinsam mit Fabian Klos bildete Voglsammer in der Spielzeit 2019/20 ein brandgefährliches Angriffs-Gespann. Zusammen brachten es die beiden auf 33 Tore (Klos 21, Voglsammer 12), sie waren damit Garanten für den Aufstieg in die Bundesliga.

Nun trennen sich ihre Wege. Denn während Klos in den kommenden Tagen seinen ebenfalls auslaufenden Kontrakt mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Saison verlängern wird, ist Voglsammers Zeit in Bielefeld abgelaufen.

Zwar hatte Arminia dem gebürtigen Rosenheimer ein Angebot zur Verlängerung unterbreitet. Doch die Vorstellungen beider Verhandlungspartner lagen dem Vernehmen nach auch finanziell ein gutes Stück auseinander. „Wir hätten gerne mit ihm verlängert, aber leider hat er sich gegen unser Angebot entschieden“, sagt Arminias Sportchef Samir Arabi.

Dafür ist der Angreifer mit den Berlinern in der kommenden Saison sogar international am Ball. Union um Stürmerstar Max Kruse qualifizierte sich als Tabellensiebter der abgelaufenen Saison für die neue Conference League.

Voglsammer, der in 163 Pflichtspielen für Bielefeld 49 Tore erzielte, sagt: „Union kenne ich aus vielen Spielen als Gegner. Der Weg, den die Mannschaft und der Verein in den letzten Jahren genommen haben, ist beeindruckend. Ich freue mich sehr darauf, nun Teil dieses Teams zu werden und dazu beizutragen, die sportlichen Ziele in den drei Wettbewerben zu erreichen.“

„Andreas ist ein robuster und kraftvoller Stürmer, der eine Mannschaft mitreißen kann. Wir sind überzeugt davon, dass seine Spielweise gut zu uns passt. Er ist selbst torgefährlich, spielt aber jederzeit mannschaftsdienlich. Einen solchen Stürmer ablösefrei verpflichten zu können, freut uns sehr“, kommentiert Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball des 1. FC Union, die Verpflichtung.

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