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Neururer wird nicht Arminia-Trainer – Chance für Uwe Grauer?

Wieder auf der Suche

Bielefeld (WB/jen/dis). Welcher Trainer traut sich die Aufgabe zu, Arminia Bielefeld vor dem Abstieg in die 3. Liga zu retten?  Sport-Geschäftsführer Samir Arabi ist mal wieder auf der Suche. Kandidaten gibt es einige, Absagen aber auch schon.

Peter Neururer, seit Ende 2014 ohne Trainerjob, hält nichts von Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi. Foto: dpa

So haben die angefragten Stefan Ruthenbeck (44, zuletzt Greuther Fürth) und Kosta Runjaic (45, zuletzt 1860 München) bereits abgewinkt. »Die Braut Arminia ist offenbar für viele nicht gut genug. Das stimmt mich traurig und liegt in erster Linie an unseren Finanzen«, sagte DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer.

Erneut deutliche Worte von Neururer

 Wie schon nach der Entlassung von Rüdiger Rehm soll auch jetzt wieder der Name Peter Neururer bei Arminia gefallen sein. Der 61-Jährige sagte aber am Dienstag gegenüber dem WESTFALEN-BLATT: »Mit Herrn Arabi werde ich niemals zusammenarbeiten. So lange der im Amt ist, kann Arminia Bielefeld nicht mein Gesprächspartner sein. Das ist ein fantastischer Verein mit einem überragenden Umfeld, und es wäre eine reizvolle Aufgabe. Aber ich kann mir zum Glück den Luxus leisten, mir aussuchen zu können, was ich mache. Und mit Herrn Arabi werde ich niemals sprechen«, ereiferte sich Neururer und legte nach: »Da wird Rüdiger Rehm verpflichtet und gefeuert, dann wird der nächste verpflichtet und gefeuert. Herr Arabi sollte sich mal fragen, ob er der Richtige für den Job ist. Es muss doch eine Ursache dafür geben, warum da dauernd der Trainer rausfliegt. Mit solchen Leuten rede ich nicht.«

Middendorp wohl nicht mehrheitsfähig

Bei einer Vielzahl der Fans steht Jahrhunderttrainer Ernst Middendorp hoch im Kurs. Der 58-Jährige war bereits dreimal Chefcoach beim DSC und arbeitet derzeit als Sportdirektor bei Bangkok United in Thailand.  Beim 2:2 gegen Aue war er als TV-Experte im Stadion und ließ kein gutes Haar am Auftritt der Arminen. Middendorp soll in den DSC-Gremien allerdings nicht mehrheitsfähig sein.

Auch Dirk Schuster (zuletzt FC Augsburg) käme bei vielen Fans gut an. Über den 49-Jährigen ist beim DSC am Montag auch gesprochen worden. Eine Verpflichtung scheint aber nicht realisierbar. Wunschkandidat bei der Suche nach dem Rehm-Nachfolger war Daniel Farke. Der 40-Jährige trainiert Borussia Dortmund II (Regionalliga), sein Vertrag endet aber erst im Sommer. Dagegen sind Pavel Dotchev (51, zuletzt Aue) und Mike Büskens (48, zuletzt Rapid Wien) vereinslos.

Grauer: »Für jeden jungen Trainer eine tolle Aufgabe«

Oder ist am Ende womöglich Uwe Grauer die Lösung?  Mit Arminias U19 ist der 47-Jährige, der zuvor Co-Trainer beim Regionalligisten 1. FC Köln II war, sehr erfolgreich. »Mit mir hat noch niemand gesprochen. Ich hatte vor Jürgen Kramnys Engagement ein Gespräch mit Samir Arabi, da wurde ich auch als Cheftrainer in Erwägung gezogen. Letztendlich kam es anders«, wird Grauer bei reviersport.de zitiert. Offenbar hätte er nichts dagegen, nun aufzurücken: »Ich glaube, dass das für jeden jungen Trainer eine tolle Aufgabe wäre.« Am Mittwochmittag sagte Arminias Finanz-Geschäftsführer Gerrit Meinke dem WESTFALEN-BLATT auf die Frage, ob Grauer eine Option sei: »Ich schließe nichts aus.«

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