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DSC-Sportchef Arabi denkt aber nicht zwangsläufig an einen Trainer-Rauswurf

»Wir müssen etwas ändern«

Bielefeld (WB). Trotz Niederlagenserie und sportlicher Krise: Bislang hatte Arminias Trainer Jeff Saibene die volle Rückendeckung von den Vereinsverantwortlichen. Doch die Frage ist: Wie lange noch?

Sebastian Bauer

Zukunft ungewiss: Für Trainer Jeff Saibene (rechts) geht es um seinen Job. Foto: Starke

»Wir müssen offensichtlich etwas ändern, was aber nicht zwangsläufig der Trainer sein muss. Wir müssen an Stellschrauben drehen. Es ist mir aber zu platt, jetzt gleich den Trainer in Frage zu stellen«, erklärte Sport-Geschäftsführer Samir Arabi noch am Freitagabend nach der bitteren Niederlage gegen den MSV Duisburg . Allerdings heißt das auch, dass ein Rauswurf Saibenes nicht mehr unmöglich ist.

Auf die Frage, ob der Luxemburger, der den DSC am Ende der Saison 2016/17 vor dem Abstieg rettete, auch am kommenden Freitag (18.30 Uhr, Benteler-Arena) im OWL-Duell beim SC Paderborn auf der Bielefelder Bank sitzen wird, sagte Arabi: »Es ist ganz normal, dass das Thema nun aufkommt. Aber das werden wir sicher nicht in der Öffentlichkeit diskutieren.«

Der Druck steigt

Nach acht Pflichtspielen ohne Sieg in Folge, darunter sieben Niederlagen, ist sich auch Jeff Saibene bewusst, dass der Druck auf ihn immer mehr steigt : »Wenn es nicht läuft, muss man wissen, dass der Trainer zum Thema wird. Das ist in dem Job normal. Ich probiere mein Bestes, mehr kann ich nicht tun.«

Probiert haben Saibene und seine Trainerkollegen einiges: viele Gespräche, neue Systeme, umfangreiche Analysen. Nur nachhaltig wirken tut bislang keine dieser Maßnahmen. Arabi: »Wichtig ist, dass wir das Spiel jetzt erst einmal sacken lassen.« Über das Wochenende und zu Wochenbeginn wollen die Verantwortlichen nun die Situation analysieren und dabei auch den Trainer einbeziehen.

Arabi nimmt Team in die Pflicht

Der Sportchef nimmt genau so das Team in die Pflicht, denn es sei »offensichtlich, dass die Mannschaft aktuell nicht ihr Niveau zeigt. Es läuft sicher nicht so, wie wir uns das vorstellen«. Und die Spieler geben sich selbstkritisch, was die Darbietungen der vergangenen Wochen betrifft. »Wir auf dem Platz müssen uns mal mehr zusammenreißen und was zurückgeben«, sagte Torwart Stefan Ortega Moreno hinsichtlich der nun immer intensiver geführten Diskussion um die Zukunft des Trainers.

Sehr deutliche Worte pro Saibene fand Julian Börner nach dem Spiel. Der Mannschaftskapitän zeigte Verständnis dafür, dass in der Öffentlichkeit nun auch immer mehr der Trainer in der Kritik steht, stärkte anschließend aber stellvertretend für seine Teamkollegen Jeff Saibene den Rücken: »Ich habe schon mal gesagt: Arminia kann froh sein, dass sie mit Jeff Saibene wirklich einen sehr, sehr guten Trainer haben. Aber es wäre einer der größten Fehler, seit ich hier bin, wenn man Jeff am Montag die Hand gibt und auf Wiedersehen sagt.«

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