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Roger Schmidt aus China zu Gast – Austausch mit Arminia-Trainern

»Wir schätzen uns«

Marienfeld (WB). Im März wurde Roger Schmidt bei Bayer Leverkusen entlassen. Inzwischen hat er einen neuen Vertrag unterschrieben: beim chinesischen Erstligisten Beijing Guoan . Bundesliga adieu.

Roger Schmidt (rechts) mit Arminias Trainer Jeff Saibene (links) und dessen Co-Trainer Sebastian Hille in Marienfeld. Foto: Wotke

Jetzt weilte der 50-Jährige Trainer mit seinem chinesischen Team im Hotel Klosterpforte in Marienfeld, um sich auf die Super League-Saison vorzubereiten. Bei einem Treffen mit Redakteur Wolfgang Wotke hat der Coach über sein neues Fußball-Abenteuer in der Millionenstadt Peking gesprochen, aber auch über seinen Ex-Klub SC Paderborn, und über Arminia Bielefeld, deren Trainer Jeff Saibene sein Gast war.

Nach knapp drei Jahren bei Bayer 04 haben Sie ihre Arbeit bei Beijing Guoan aufgenommen. Glauben Sie, dass es der richtige Schritt war?

Roger Schmidt: Natürlich, denn letztendlich haben mich die Menschen dort überzeugt. Sie sind freundlich, herzlich, aber auch entspannt. Peking ist eine ganz andere Welt, eine andere Kultur. Das macht Spaß und ist unglaublich interessant.

Sie haben in China einen Zweieinhalbjahres-Vertrag unterzeichnet. Aber Ihre Familie lebt weiterhin in Deutschland?

Schmidt: Das stimmt. Sie fehlt mir und wir müssen mal sehen, wie wir das weiter handhaben. Bald kommt jedoch meine 18-jährige Tochter Jolien nach Peking. Sie wird die Sprache Mandarin studieren. Ich freue mich riesig auf sie.

»Bei Heimspielen haben wir bis zu 60 000 Zuschauer«

Wie stark schätzen Sie die chinesische Liga ein?

Schmidt: Natürlich ist sie nicht mit der Bundesliga zu vergleichen. Aber als Trainer kann man hier gute Basisarbeit leisten. Unser Stadion liegt im Herzen der Stadt, bei Heimspielen haben wir bis zu 60 000 Zuschauer, der Fußball ist sehr populär, es gibt eine Fankultur und sogar Ultras.

Was sagen Sie zur Situation Ihres Ex-Vereins, des Drittligisten SC Paderborn?

Schmidt: Ich habe natürlich immer alles aus der Ferne beobachtet. Ich habe mich riesig gefreut, dass der Gau an Paderborn vorbeigezogen ist, wenn auch mit Hilfe der insolventen 60er. Mit dem Geschäftsführer Markus Krösche sehe ich den Verein auf dem richtigen Kurs.

Sie haben in Marienfeld Besuch von Arminia Bielefelds Coach Jeff Saibene und seinem Co-Trainer, Sebastian Hille, bekommen. Was war der Grund?

Schmidt: Jeff und ich haben uns erst vor einigen Tagen kennengelernt. Wir schätzen uns und ich glaube, dass wir uns auch gegenseitig sympathisch sind. Sebastian kenne ich bereits etliche Jahre. Das war nur ein Gedankenaustausch.

»Langfristig wieder in die Bundesliga«

Arminia hat unter Jeff Saibene einen guten Saisonstart hingelegt. Was trauen Sie der Mannschaft zu?

Schmidt: Sie hat eine tolle Ausgangsposition – nach einer schweren Zeit in der vergangenen Saison. Mittlerweile ist das Team sehr gut strukturiert. Es wird eine gute Rolle in der 2. Liga spielen.

Wo sehen Sie sich als Trainer in der Zukunft?

Schmidt: Langfristig wahrscheinlich wieder in der Bundesliga oder bei einem europäischen Verein. Aber genau weiß ich das noch nicht.

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