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Aus zweiter Hand

M-Klasse/Mercedes GLE: Wie das SUV bei der HU abschneidet

Berlin (dpa/tmn)

Sie wünschen? Ein großes SUV mit Stern auf der Haube? Wenn Ihnen das als Neuwagen zu teuer ist, könnte ein gebrauchter Geländegänger wie etwa die ehemalige M-Klasse und heutiger GLE in Frage kommen.

Von dpa

SUVs wie der GLE von Mercedes sind gefragte Modelle. Wem sie neu zu teuer sind, kann auf dem Gebrauchtmarkt fündig werden. Foto: Mercedes-Benz AG/dpa-tmn

Das große Mercedes-Modell kam einst als M-Klasse auf den Markt, später wurde es in GLE umbenannt. Das Konzept ist gleich geblieben. Das große SUV mit einer Anhängelast von bis zu 3,5 Tonnen zieht ordentlich was vom Fleck.

Die Gebrauchtpreise liegen nach Einschätzung des «Auto Bild TÜV Report 2022» auf hohem Niveau. Bei der Hauptuntersuchung (HU) brilliert vor allem das jüngere Modell.

  • Modellhistorie: 2011 kam die betrachtete dritte Generation der M-Klasse (W 166) in den Handel. Seit 2015 wird sie als GLE vermarktet. Im gleichen Jahr gab es das Facelift. Die Viertauflage der Modellreihe ist seit 2019 im Verkauf.
  • Karosserievarianten: Ursprünglich sind M-Klasse und GLE fünftürige SUV. Seit 2015 ist zudem das GLE Coupé im Handel.
  • Abmessungen: 4,80 m bis 4,85 m x 1,93 m bis 1,97 m x 1,76 m bis 1,80 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 690 l bis 2010 l (Coupé: 650 l bis 1720 l).
  • Stärken: Laut «Auto Bild Tüv Report 2022» zeigt das große SUV vor allem bei der Achsaufhängung kaum Schwächen - verwunderlich bei der oft sehr hohen Laufleistung. Auch Lenkung und Rostvorsorge bewerten die Prüfer demnach als positiv. Aber: Bei der HU schneidet der GLE gegenüber der in die Jahre gekommenen Vorgänger-M-Klasse (W 164) sehr viel besser ab.

So wird der neuere GLE im Prüfkapital Beleuchtung anders als die M-Klasse so gut wie gar nicht beanstandet.

  • Schwächen: Größtes Manko mit Blick auf die HU ist der hohe Ölverlust an Motor und Getriebe. Bereits bei der ersten HU tropft selbst der W 166 im Klassenvergleich ziemlich häufig. Bei beiden Generationen lässt laut Report auch die Qualität der Antriebswellen zu wünschen übrig. Die ältere M-Klasse schwächele zudem bei Scheinwerfern und Blinkern. Ab der fünften HU kommen als Kritikpunkte Feststellbremse, Bremsleitungen und -schläuche hinzu. Für die ältesten beider Modelle wird auch die Abgasuntersuchung (AU) zum Problem.
  • Pannenverhalten: In der ADAC-Pannenstatistik liegt das SUV auf guten Plätzen; einzig Exemplare der Erstzulassungsjahre 2011 und 2015 landen im Mittelfeld. Einziger Pannenschwerpunkt: die Batterie bei Autos von 2011.
  • Motoren: Benziner (V6 und V8, Allrad- und Hinterradantrieb): 185 kW/252 PS bis 430 kW/585 PS; Diesel (Reihenvierzylinder und V6, Allrad- und Hinterradantrieb): 150 kW/204 PS bis 190 kW/258 PS; Plug-in-Hybrid (Allrad): Systemleistung 325 kW/442 PS (V6-Benziner: 245 kW/333 PS, E-Motor: 85 kW/116 PS).
  • Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

    - M-Klasse ML 350 Blue Efficiency 4Matic (2014); 225 kW/306 PS (Sechszylinder); 148.000 Kilometer; 21 550 Euro.

    - GLE 250 CDI Bluetec 4Matic (2015); 150 kW/203 PS (Vierzylinder); 155.000 Kilometer; 21.500 Euro.

    - GLE 500e Plug-in-Hybrid 4Matic (2018); 325 kW/442 PS (Sechszylinder und E-Motor); 76.000 Kilometer; 39.100 Euro.
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