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Deutschland packt: Nordrhein-Westfalen ist ein beliebtes Umzugsziel

Circa 9,3 Millionen Bürger packen jährlich in Deutschland die Umzugskartons. Der überwiegende Teil davon sind jüngere Menschen (18 bis 29 Jahren). Es gibt auch klare Favoriten unter den Regionen. Beliebt ist vor allem Nordrhein-Westfalen, denn gleich mehrere Jahre in Folge lag die Anzahl der Zuzüge über dem der Wegzüge.

von Aschendorff Medien

Foto: Pixabay.com

Umzug vor allem wegen Beruf und Bildung

Die Gründe für einen Umzug sind ganz unterschiedlich. Während Ältere meist an einen Wohnortwechsel denken, um ihren Lebensabend ruhiger zu gestalten, motiviert Jüngere vor allem eine neue berufliche Herausforderung.

In den über 50 Jahren des Bestehens der Universität Paderborn legten Tausende Studierende hier den Grundstein für ihren künftigen Lebensweg, viele von ihnen blieben sogar in der Region. Dass es nach dem Studium doch noch einmal woanders hingeht, ist dennoch nicht unwahrscheinlich. Durchschnittlich absolviert schließlich jeder Bürger sechsmal in seinem ganzen Leben einen Umzug. Interessant ist dabei, dass Umzüge augenscheinlich eine Geschlechterfrage sind. Laut Untersuchungen ziehen deutlich mehr Männer als Frauen um und mehr 2-Personen-Haushalte als alle anderen.

Damit das Umzugsvorhaben nicht an fehlender Hilfe und Transportmöglichkeiten scheitert, am besten vorher genau planen.

In Nordrhein-Westfalen macht der Umzugswagen besonders häufig Halt

Es scheint Regionen in Deutschland zu geben, in denen die Umzugskisten besonders oft für einen Neuanfang abgestellt werden. Nordrhein-Westfalen gehört im bundesdeutschen Vergleich dazu. 2020 gab es mehr als 397.000 Zuzüge und über 351.000 Fortzüge. Das macht gegenüber dem Vorjahr ein Plus von mehr als 45.800 Personen.

Nur Bayern und Niedersachsen waren 2020 beliebter. In Bayern gab es mehr als 354.000 Zuzüge und über 302.000 Fortzüge (ein Plus von über 52.700) und in Niedersachsen mit über 248.000 Zu- und über 199.000 Fortzügen einen Zuwachs von über 49.000 gegenüber dem Jahr zuvor.

Gründe für die begehrten Regionen sind neben den guten wirtschaftlichen auch die Lebensbedingungen. In Nordrhein-Westfalen finden zugezogene Bürger Abwechslung in Sachen Natur, sondern auch bei den kulturellen Angeboten. Auch die Nähe zu den EU-Nachbarländern macht das Bundesland so attraktiv.

Damit die Umzugsfreude nicht verfliegt: Das sind die wichtigsten Vorbereitungen für einen reibungslosen Ortswechsel

Ein Neuanfang in einer anderen Umgebung ist immer aufregend und sollte auch genossen werden. Damit der Umzug nicht im Chaos endet und zu Frustration führt, hilft eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten.

Hilft jemand beim Umzug und wenn ja, wer?

Das alte Leben in Kisten verpacken und am neuen Wohnort der aufstellen – das ist nicht nur emotional, sondern auch körperlich schwer. Deshalb sollte vor dem Umzug passende Unterstützung organisiert werden. Wichtig hierbei ist die Verlässlichkeit, denn fehlen die zugesagten Helfer am Umzugstag plötzlich, kommt Stress auf. Wer aus beruflichen Gründen umziehen muss, kann sogar die Kosten für professionelle Hilfe von der Steuer absetzen. Auch privat motivierte Umzüge lassen sich bis zu einem bestimmten Kostenwert steuerlich geltend machen.

Versorger über Umzug informieren und womöglich neue Anbieter suchen

Mittlerweile sind viele Strom- oder Telekommunikationsunternehmen deutschlandweit aufgestellt. Wer umzieht, kann oftmals seinen alten Vertrag mitnehmen und muss den Anbieter nur darüber informieren.

Wer in ein anderes Bundesland umzieht, kann jedoch auch Probleme bei Internetempfang und Co. haben. Kann der bisherige Telefonanbieter beispielsweise am neuen Wohnort keine Leistungen bereitstellen, ist die Kündigung möglich. Doch auch die Suche nach einem neuen Anbieter sollte rechtzeitig geschehen. Deshalb vorher informieren, ob und welche Anbieter am Wohnort verfügbar sind und welche Alternativen es gibt.

Was soll wirklich mitkommen?

Je mehr aus dem alten Leben mit in das Neue ziehen soll, desto kostspieliger wird das Unterfangen. Psychologen empfehlen, sich auch beim Ortswechsel von alten Dingen zu trennen und im wahrsten Sinne des Wortes Platz für neue Erinnerungen zu schaffen.

Neben dem Kleiderschrank sollten auch Keller, das Bücherregal sowie Unterlagen und Möbelstücke genau begutachtet werden. Was brauche ich davon wirklich und wovon kann ich mich womöglich trennen? Der Verkauf einiger Utensilien kann die Umzugskasse sogar zusätzlich aufbessern.

Beschriftung wirkt gegen Chaos

Am Umzugstag selbst geht meist alles ganz schnell. Das Anpacken von Kisten und Verstauen von Möbelstücken und anderen Gegenständen erfolgt fast automatisch. Um dabei Chaos zu vermeiden, hilft eine gute Vorbereitung. Hierzu gehört eine aussagekräftige Beschriftung der Verpackungen. Befinden sich in Kisten und Co. beispielsweise schwere oder besonders zerbrechliche Inhalte, sollte dies gut sichtbar außen angebracht werden. Es hilft, Schäden beim Umzug zu vermeiden, und macht das Einsortieren am neuen Standort deutlich leichter.

Fun Fact: Besonders häufig werden Elektrogeräte beim Umzug beschädigt. Sie sollten möglichst bruchsicher transportiert werden, genauso wie Spiegel. Glas und Porzellan stehen bei der Bruch-Rangliste der Umzüge auf dem dritten Platz. Um sie unbeschadet an den neuen Wohnort zu bekommen, sollten sie am besten mit Luftpolsterfolie verpackt werden. Seidenpapier zwischen einzelnen Tellern und Tassen hilft, unschöne Kratzspuren auf den Materialien zu vermeiden.

Nervennahrung am Umzugstag nicht vergessen

Der Umzug selbst braucht nicht nur mentale, sondern auch physische Stärke. Um die Helfer bei Laune zu halten, sollte ausreichend Proviant vorhanden sein. Etwas Süßes, Wasser und andere Getränke sowie stärkende Nahrung – ohne knurrenden Magen trägt es sich gleich viel leichter.

Foto: Pixabay.com

Mit Profi-Unterstützung wird der Umzug deutlich leichter. Die Kosten dafür lassen sich sogar steuerlich absetzen.

Tipp: Umzug NICHT am Samstag absolvieren

Laut Statistik ist Samstag der begehrteste Tag für einen Umzug. Wer sich einen Lkw mietet, bekommt das häufig durch steigende Kosten bzw. eine geringe Verfügbarkeit zu spüren. Auch der Umzug durch eine Spedition kann samstags teurer werden. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Da vor allem am Samstag in den Sommermonaten viele Bürger umziehen, könnte es einen Mangel an begehrten Profi-Unterstützung geben. Deutlich besser sind Umzüge im Januar oder Dezember, denn diese Monate gehören laut Statistik zu den unbeliebtesten überhaupt.

Bei der Wahl des richtigen Umzugsdatums sollte auch das vertragliche Ende des Mietverhältnisses im Blick behalten werden. Der Auszug am 29. und die Wohnungsübergabe am 30. des Monats sind weniger empfehlenswert. Schließlich sollte genug Zeitpuffer bleiben, um die alte Wohnung noch einmal zu reinigen. Deshalb am besten ein bis zwei Wochen vor dem eigentlichen Ende des Vertragsverhältnisses umziehen und in aller Ruhe alles regeln.

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