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Was hat es mit dem Richtfunk auf sich?

Mit dem Richtfunksysteme werden Daten bis zu 20 Kilometern Entfernung zwischen zwei Richtfunkantennen übertragen. Bei diesem Vorgang besteht unmittelbarer Sichtkontakt. Es findet eine bezüglich der Richtfunksysteme eine wichtige Unterscheidung statt. Zum einen gibt es die Punkt-zu-Punkt-Verbindung zur Standortkoppelung und zum anderen eine Anbindung unmittelbar an das Internet.

von Aschendorff Medien

Foto: Colourbox.de

Die technischen Hintergründe

Die Antennen werden auf den Gebäudedächern angebracht. Selten wird dieser Vorgang alternativ gehandhabt. In diesem Falle wird vor Ort aufgrund der Gegebenheiten eine alternative Entscheidung getroffen. Falls bauliche Veränderungen vorgenommen werden müssten, so werden diese mit dem Eigentümer des Gebäudes vorab besprochen. Ohne eine entsprechende Genehmigung kann das Richtfunksystem ansonsten nicht angebracht werden. Mit der Antenne auf dem Gebäudedach wird die Sichtverbindung zur nächsten Antenne gewährleistet. Für diesen Vorgang wird ein Geländeschnitt erforderlich und erstellt. Damit die Antenne nicht durch weitere Gebäude sowie Bäume oder Berge beeinträchtigt wird, wird ein ellipsoider Bereich zwischen den beiden Antennen gebildet.

Die Frequenzbereiche der Richtfunkstrecke


Damit die Richtfunkstrecke störungsfrei und somit effektiv genutzt werden kann, teilt die Bundesnetzagentur der entsprechenden Frequenzbereich zu. Diese sind somit nicht frei wählbar. Im deutschen Bundesgebiet sind Bereiche, welche sich oberhalb der 3,4 GHz bewegen, für die Richtfunksysteme reserviert. Für die Punkt-zu-Punkt Verbindungen können verschiedene Frequenzbereiche gewählt werden. Diese bewegen sich in einer breiten Palette zwischen 4 GHz bis zu 86 GHz. Bevor es zu einer Einrichtung kommt, muss die Bundesnetzagentur den Antrag bewilligen. Der Antrag muss für eine Einzelzuteilung eingereicht werden. Anschließend wird eine Gebühr für die Einrichtung bzw. den Verwaltungsaufwand fällig. Im Weiteren erfolgt ein jährlicher Beitrag für die Frequenznutzung. Pauschal lässt sich keine Aussage über die zu erwartenden Kosten eindeutig beziffern. Zum einen hängt dies damit zusammen, ob die Entscheidung auf eine Punkt-zu-Punkt-Verbindungen oder auf eine Internetanbindung fällt.

Die Einrichtung für Unternehmen

Unternehmen sind auf einen zuverlässige und sichere Datenübertragung aufgrund der Digitalisierung immer mehr angewiesen. Der Richtfunk spielt hierbei eine wichtige Rolle. Er gilt als geeignetes Instrumentarium für die zuverlässige Funkanwendung. Mit der Richtfunkanlage findet eine kostengünstige sowie schnelle Realisierung der Übertragungswege statt. Diese sind leistungsfähig und sind im hohen Maße verfügbar. Zudem bietet die Richtfunkanlage gleichzeitig Sicherheit. Am Anfang steht die Planungsphase. Mit der Planungsphase für das Unternehmen wird die Machbarkeit und somit die Umsetzung überprüft. Dies führt über einen LOS-Test statt. Die Sichtverbindung wird unmittelbar überprüft.

Das Funkfeld wird berechnet. Nach der Planung geht es in die Umsetzungsphase. Die fachgerechte Montage beginnt. Der Antennenträger, die notwendigen Masten sowie die Technik werden mit den Tiefbauarbeiten durchgeführt. Anschließend findet der Testlauf statt. Die gesamte Funktionsfähigkeit wird ausgiebig überprüft. Funktioniert alles, dann wird das Richtfunknetz an den Auftraggeber übergeben. Eine entsprechende Wartung ist wichtig, da mit der Richtfunkstrecke vom Auftraggeber ein reibungsloser Ablauf erwartet wird. Ein Austausch von Ersatzteilen stellt in der Regel kein Problem dar.

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