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Steuerberater finden – das ist wichtig

Was sind die wichtigsten Kriterien, um einen guten Steuerberater zu finden? Ratgeber zum richtigen Steuerberater mit vielen Tipps und Tricks.

von Aschendorff Medien

Foto: Unsplash.com

Worauf kommt es bei einem guten Steuerberater an?

Bei Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf – zuweilen fängt sie bei Geld aber erst richtig an. Dies wäre der Fall, wenn es gelingt, auf Anhieb den perfekten Steuerberater zu rekrutieren. Etwa 100.000 Steuerberater bieten in Deutschland ihre Dienste an. Sie arbeiten auf selbstständiger Basis oder als Angestellte einer Kanzlei.

Wer selbst nach einem guten Steuerberater sucht, etwa, um sich Hilfe für die Steuererklärung zu holen, möchte wissen, worauf es beim Anbietervergleich ankommt. Wir stellen die wichtigsten Merkmale eines guten Steuerberaters vor.

Art und Anzahl an Qualifikationen

Steuerberater setzen unterschiedliche Schwerpunkte und verfügen über differenzierte Qualifikationen und Expertisen. Ein guter Steuerberater bildet sich ständig fort und verfügt über diverse Spezialgebiete, die sie sich mit dem Zusatztitel Fachberater von der BstBK oder dem DstV zertifizieren lassen können.

Bei der Suche nach dem richtigen Steuerberater kommt es nun darauf an, dass die eigene Situation in dessen Portfolio abgebildet wird. Je mehr Expertisen es sind, über die der Steuerberater verfügt, desto abgestufter fällt letztlich die Beratung aus und desto breiter ist das Reservoir an möglichen Verknüpfungen, die für die Steuerberatung hilfreich sind. Dazu hier mehr Infos.

Die Art der Darstellung

Steuerberater sind Spezialisten, zu deren Anforderungsprofil es gehört, sich auf Laien einzustellen. Jede Arroganz wäre fehl am Platze, denn gäbe es nur Spezialisten im Steuerrecht, wäre jeder Steuerberater seine Beschäftigung los. Auch Imponiergehabe durch Jonglieren mit Fachvokabular ist wenig hilfreich, denn jeder Klient möchte verstehen, wovon der Steuerberater spricht.

Ideal wäre, wenn es dem Steuerberater gelingt, komplexe Sachverhalte so darzustellen, dass der potenzielle Klient auf die Reise mitgenommen wird und jederzeit nachvollziehen kann, was der Steuerberater meint.

Die Motivation des Steuerberaters

Ein anderer wichtiger Faktor für die Suche nach dem richtigen Steuerberater ist seine Motivation. Diese lässt sich in vielen Fällen bereits beim Erstgespräch erkennen. Ein guter Steuerberater zeichnet sich durch Interesse an der eigenen Situation aus. Auch scheut er sich nicht, gezielte Fragen zu stellen, um sich ein umfassendes Bild zu machen.

Im Idealfall ist der Steuerberater bereits im Erstgespräch dazu fähig, einige interessante Ansatzpunkte zum Steuersparen zu entwickeln, auf denen beim nächsten Treffen aufgebaut werden kann. Zugleich ist der Steuerberater offen für Fragen und geht geduldig auf seinen Klienten ein.

Die menschliche Ebene

Die Sachebene ist schön und gut, die Beziehungsebene ist aber ebenso wichtig. Denn eine Zusammenarbeit mit einem Steuerberater ist auf Langfristigkeit ausgelegt. Wer hingegen ständig seinen Steuerberater wechselt, muss mit dem Nachteil leben, dass dem Steuerberater die eigene Situation immer wieder aufs Neue dargestellt werden muss, damit er darauf aufbauend sein Steuerkonzept entwickeln kann.

Stimmt die Chemie nicht, ist bestenfalls mit einem Dienst nach Vorschrift zu rechnen. Eigeninitiativen zugunsten des Klienten entwickelt der Steuerberater dann selten. Bei einer misslungenen Beziehungsebene ist das Geld womöglich das Einzige, was die Fachkraft noch bei den Sitzungen interessiert.

Räumliche Nähe und Digitalisierung

Der Steuerberater ist für die Zukunft ein ständiger Ansprechpartner und bei einem erhöhten Arbeitsumfang kann man sich gern einmal pro Woche treffen. Hat der Steuerberater seinen Standort in der Nähe, hält dies den damit verbundenen Zeitverlust in Grenzen.

Dasselbe gilt für den Fall, wenn die Digitalisierung beim Steuerberater vollständig angekommen ist. Hier geht es längst nicht mehr um eine reine Geschmacksfrage, ob man es lieber analog oder digital mag. Digitalisierte Kanzleien sind im Vorteil, weil sie wesentlich schnellere Abläufe haben als Kanzleien, deren Steuerberater sich noch für jeden Anwendungsfall durch riesige Aktenberge wühlen müssen.

Transparenz bei den Kosten

Steuerberater sind teuer. Umso wichtiger ist es, dass der Steuerberater mit offenen Karten spielt und die zu erwartenden Kosten transparent aufschlüsselt, damit dem Klienten nach der Abrechnung nicht das berüchtigte blaue Wunder erwartet. Verhält sich der Steuerberater hingegen bei Fragen nach den Kosten ausweichend, kann dies schon ein KO-Kriterium sein.

Auch wenn sich der Steuerberater jeden einzelnen Handgriff bezahlen lässt und auf diese Weise nicht einmal mehr vorgibt, an einem partnerschaftlichen Verhältnis interessiert zu sein, sollte Vorsicht walten.

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