1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Freizeit
  4. >
  5. Garten
  6. >
  7. Beete wie eine Bühne gestalten: So geht's

  8. >

Ideen für den Garten

Beete wie eine Bühne gestalten: So geht's

Berlin (dpa/tmn)

Sind Sie zufrieden mit Ihren Beeten? Sie sollten jetzt üppig grün sein, das Auge sollte viel Verschiedenes zu sehen bekommen - dafür kaum Boden. Falls nicht, sind hier ein paar Tipps zur Optimierung.

Von dpa

Einige Pflanzen spielen die Hauptrolle, andere sind Komparsen: Werden Beete wie eine Bühne gestaltet, wirken sie besonders prachtvoll. Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn

Der Höhepunkt der Gartensaison ist erreicht. Zeit für eine Bilanz - und die Planung, was man nächstes Jahr anders machen kann. Denn jetzt fällt besonders auf, wenn es Lücken gibt. Oder wenn eine wunderschöne Pflanze von Beet-Nachbarn verdeckt wird oder sie einfach nicht so recht zur Geltung kommen will.

Hier sind ein paar Tipps, wie man es nächstes Jahr besser machen könnte:

Das Prinzip der Leit-, Begleit- und Füllstauden

Nicht jede Pflanze ist optisch dafür gemacht, im Mittelpunkt eines Beetes zu stehen. Aber erst durch sie kommt der Star in der Mitte zur Geltung - klar, er braucht eine Bühne.

Daher rät der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) im Staudenbeet - und das ist natürlich übertragbar auf andere Beete - zur Kombination der sogenannten Leit-, Begleit- und Füllstauden.

Leitstauden sind höhere Pflanzen mit auffälligen Blüten, die das Beet optisch dominieren. Sie ordnet man am besten in kleinen Gruppen an, so der BGL. Begleitstauden passen zu den Leitstauden, ihr niedrigerer Wuchs und ihre unauffälligere Erscheinung geben ihnen aber eine Nebenrolle auf der Beet-Bühne.

Und dann sind da die Komparsen, die das Bild erst vervollständigen. Diese Rolle übernehmen die Füllpflanzen, etwa Bodendecker. Sie schließen Lücken und kaschieren Problemzonen, etwa kahle Stängel der Stars.

Die 70/30-Regel für Gräser

Gräser sind eine tolle Ergänzung im Staudenbeet oder sie sind der Star in einem grasbetonten Garten. Für letzteren Fall raten die BGL-Landschaftsgärtner zur 70/30-Regel.

70 Prozent der Bepflanzung sind Gräser, auf den restlichen 30 Prozent stehen Pflanzen mit farbenfrohen Blüten. So wird die Fläche nicht langweilig. Und die Gräser füllen optisch die Lücken, wenn die Stauden verblüht sind.

Auf Kontraste setzen

Eine ebene Fläche kann sehr langweilig sein. Das Auge bleibt eher an Punkten hängen, die sich auch in ihrer Höhe oder Tiefe absetzen.

Daher rät der BGL dazu, Flächen, die unterschiedlich genutzt werden, nicht nur durch verschiedene Materialien oder Pflanzen optisch voneinander abzutrennen, sondern auch durch Höhenunterschiede. Etwa indem man ein Beet mit einer niedrigen Mauer etwas höher legt.

Auch kleine Gärten brauchen großes Grün

Es liegt nahe, dass man für kleine Grundstücke nur kleine Pflanzen wählt. Die BGL-Landschaftsgärtner raten aber davon ab, denn auch hier gilt es, Höhenunterschiede zu schaffen und optisch herausragende Leit-Pflanzen zu integrieren. Der BGL spricht von «Eyecatchern, die das Gesamtbild spannend machen».

Startseite
ANZEIGE