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Früher als gedacht

Dahlienknollen schon jetzt vortreiben

Bornhöved (dpa/tmn)

Schnecken verputzen gerne Dahlien, insbesondere deren frischen Austrieb. Dagegen kann man aber was tun. Früh anfangen lohnt sich.

Von dpa

Dahlienknollen sollten schon etwas früher als üblich in die Erde kommen - damit Schnecken sie vermeiden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Die Knollen von Dahlien können ab circa Ende April in den Garten kommen. Aber schon ab Ende März sollten sie zum Vorziehen in einen Topf gesetzt werden, rät die Staudengärtnerin Svenja Schwedtke aus Bornhöved (Schleswig-Holstein). Die Bayerische Gartenakademie rät sogar schon zum Antreiben ab Ende Februar.

Das Vortreiben führt dazu, dass man beim eigentlichen Aussetzen der Dahlien in den Garten bereits große kräftige Pflanzen hat. «Diese blühen früher und sind auch nicht mehr ganz so attraktiv für Schnecken», erklärt Schwedtke.

Die Töpfe mit den Knollen müssen es aber frostfrei haben, daher dürfen sie nur bedingt an kalten Wintertagen schon im Garten stehen. Die Gartenakademie rät zu einer Fensterbank im kühlen Raum, einem frostfreien Frühbeet oder Gewächshaus.

Nicht vor dem Pflanzen aufweichen lassen

Die Knollen kommen rund fünf bis zehn Zentimeter tief in die Erde. «Der Stängelansatz zeigt nach oben und guckt bei flacher Pflanzung auch noch aus der Erde», so Schwedtke.

Knollen genauso wie Blumenzwiebel reagieren empfindlich auf Nässe. Daher rät die Staudengärtnerin davon ab, die Dahlienbasis vor dem Pflanzen über Nacht in Wasser einzuweichen. «Denn die Gefahr des Verfaulens ist zu groß. Nach dem Pflanzen sollte die Knolle jedoch angegossen werden.»

Sobald die Pflanze austreibt, sei genügend Licht wichtig. Auch sollte die Dahlie der Staudengärtnerin zufolge nicht zu warm stehen, damit die Triebe nicht zu lang und weich werden.

Draußen abhärten am Mitte April

Ab Mitte April können die Dahlien draußen zeitweise schon abgehärtet werden, aber in kalten Nächten müssen sie zurück ins Haus. «Frost können Dahlientriebe nicht vertragen», so Schwedtke. Das eigentliche Auspflanzen geschieht dann ebenfalls abhängig von der Spätfrostgefahr ab Ende April. Der Boden sollte dann schon nicht mehr so kalt und nass sein, rät die Expertin. «In kühlen Jahren wartet man besser, auch Mitte Mai können Dahlien noch gesetzt werden.»

Große Sorten brauchen im Beet besonders viel Abstand zu anderen Beetnachbarn - mindestens 100 Zentimeter seien gut, kleine Exemplare stehen etwas dichter. «Zu enges Pflanzen behindert die Stauden in ihrer Entwicklung und fördert die Anfälligkeit für Pilzkrankheiten», so Schwedtke.

Am besten erhalten Dahlien einen sonnigen Standort. Je mehr sie von den Sonnenstrahlen abbekommen, desto reicher falle die Blüte aus. Darauf weist die Vereinigung iBulb hin, ein Zusammenschluss von Betrieben der Zwiebelblumenbranche. Eventuell komme aber auch ein halbschattiger Platz noch in Frage. Die Profis würden sommerblühende Zwiebelpflanzen wie die Dahlie mit Stauden kombinieren.

Lange Blüte und spannende Blütenformen

Schwedtke schwärmt für diese Sommerblumen: «Dahlien sind wirklich liebenswerte Gartenpflanzen, die extrem lange blühen und mit vielen spannenden Blütenformen angeboten werden. Sie sind schöne Schnittblumen und es gibt sie in fast allen Farben.»

Für hochwachsende Sorten empfiehlt die Gärtnerin eine Stütze, etwa einen Bambusstock. «Der kann schon bei der Pflanzung mit ins Pflanzloch gesteckt werden, dann markiert er auch gleich die Pflanzstelle und die Knolle wird nicht beim späteren Einschlagen der Stütze versehentlich verletzt.

Einen weiteren Pflegetipp hat die Bayerische Gartenakademie: Werden die Triebspitzen entfernt, wachsen die Pflanzen etwas kompakter und entwickeln gut verzweigte Triebe.

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