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RS-Virus

Kinderarzt warnt vor mehr schweren Verläufen

Köln (dpa/tmn)

Viele Atemwegserkrankungen sind im vergangenen Winter kaum aufgetreten. Das gilt auch für das RS-Virus: Für bestimmte Gruppen unter den Kindern ist der Erreger nicht ohne Risiko.

Von dpa

Babys kann eine Infektion mit dem RS-Virus stark zu schaffen machen. Foto: Uwe Anspach/dpa-tmn

Eine Infektion mit dem RS-Virus kann vor allem kleine Kinder schwerer treffen. Insbesondere bei Babys unter drei Monaten könne dieses Virus, das die unteren Atemwege angreift, eine Krankenhauseinweisung erforderlich machen, erklärt der Kinder- und Jugendarzt Hermann Josef Kahl.

Der Erreger geht normalerweise hauptsächlich in den Wintermonaten um, doch dieses Jahr beginnt die Zunahme der RSV-Infektionen laut Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) früher.

Von Herbst 2020 bis Frühjahr 2021 haben laut Mediziner Kahl «Hygiene- und Lockdown-Maßnahmen» eine starke Ausbreitung des Respiratorischen Synzytial-Virus verhindert, wie der RS-Virus ausgeschrieben heißt.

Mehr Kinder ohne Abwehr

Die Folge: Wesentlich mehr Kinder als in den vorangegangenen Jahren seien ohne Abwehr gegen diese Viren und deutlich mehr Minderjährige könnten einen schweren Verlauf entwickeln, so der Experte des BVKJ. Besonders gefährdet seien Frühgeborene sowie Kinder mit einem Herzfehler, einer Lungenerkrankung oder einer Immunschwäche.

Was sind deutliche Warnzeichen? Mehr als 38 Grad hohes Fieber, Atemschwierigkeiten, Probleme beim Füttern und/oder bläuliche Lippen und Nägel, zählt Kahl auf. In dem Fall sollten sie Eltern sofort ärztlichen Rat holen. (www.kinderaerzte-im-netz.de)

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