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Kindernotfall

Knopfbatterie verschluckt: Honig als Erste-Hilfe-Maßnahme

Bonn (dpa/tmn)

Knopfzellenbatterien haben neugierige Kinder schnell aus Spielzeugen oder Geräten gepult. Und weil ihre Form an Bonbons erinnert, passiert es immer wieder, dass die Kleinen sie verschlucken. Und dann?

Von dpa

Honig kann dafür sorgen, dass die Verletzungen durch eine verschluckte Knopfbatterie nicht so schwer ausfallen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Eine verschluckte Knopfzellenbatterie ist immer ein Notfall. Denn schon innerhalb von zwei Stunden herrscht nach Angaben des Universitätsklinikums Bonn (UKB) Lebensgefahr.

Denn die Knopfbatterien neigen dazu, in der Speiseröhre hängenzubleiben. Dort haften sie an der Schleimhaut, wodurch es zu einem dauerhaften Stromfluss kommen kann. Dadurch entstehen Hydroxid-Ionen, Substanzen, die etwa auch in Abfluss- oder Backofenreinigern stecken. Die Folge: Es kann zu schweren Verätzungen der Speiseröhre kommen.

Honig dient als schützende Barriere

Was also, wenn das Kind trotz aller Vorsicht eine Knopfbatterie verschluckt hat? Till Dresbach, Oberarzt der Kinderintensivmedizin am UKB, rät: sofort den Rettungsdienst alarmieren oder das Kind in einer Notfallambulanz vorstellen.

Und in der Zwischenzeit das Honigglas aus dem Küchenregal holen. Denn Studien konnten zeigen, dass Honig eine schützende Barriere zwischen dem Gewebe der Speiseröhre und der Batterie schafft. Die Verletzungen fallen laut UKB also weniger schwer aus, wenn Betroffene bis zum Eintreffen im Krankenhaus alle 10 Minuten einen Löffel Honig essen.

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