1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Freizeit
  4. >
  5. Ratgeber
  6. >
  7. Strom, Heizenergie und Wasser an der richtigen Stelle

  8. >

Strom, Heizenergie und Wasser an der richtigen Stelle

Energiespartipps mit technischer Unterstützung sind nur die halbe Miete beim Kosten sparen. Auch der Wasserverbrauch lässt sich mit einigen Tricks ohne elektrische Unterstützung reduzieren. Programmierte Sparversprechen, beispielsweise bei Waschmaschinen, sind höchstens zeitlich, nicht aber in der Energiebilanz wirklich effizient.

Von Aschendorff Medien

Foto: Colourbox.de

Wassersparen mit Zisternen und Versickerung

Die beste Sparmöglichkeit für Frischwasser ist eine Zisterne. Das gesammelte Brauchwasser ist oft noch klar genug, um damit die Terrasse zu putzen und Beete oder Rasen zu bewässern. Gibt es keine Zisterne, ist eine Sickermöglichkeit für Regenwasser eine sparsame und effiziente Bewässerungshilfe. Sickerschichten entstehen durch Baumrinde oder dünne Kiesschichten als Bodendecker, durch Versickerungssysteme im Boden oder mit Kompostschichten in Beetnähe. Regenwasser wird hier besser aufgenommen und intensiver zu Flach- und Tiefwurzlern weitergeleitet. Sickerschichten verbessern die Wasseraufnahme im Boden auch unter versiegelten Hof- und Gartenflächen oder den Dielen einer Terrasse.

Kurz und wenig bei Waschmaschinen – Trugschluss ohne Spareffekt

Moderne Waschmaschinen bieten Kurzprogramme mit Sparversprechen an. Zeit sparen sie durchaus und machen nur leicht verschmutzte Wäsche im Rekordtempo wieder tragbar. Energie allerdings wird in der ersten Aufheizphase am stärksten verbraucht. Im Vergleich zum langsamen Eco-Programm der Waschmaschine schneidet letzteres daher deutlich kosteneffizienter bei sogar gründlicherer Reinigungsleistung ab. Sparsamer als volle Ladung im Kurzgang sind kleinere Wäschemengen im mittellangen Waschgang. Durch Waschpulver für Kaltwäsche kann der Aufheizverbrauch im kühlen Waschprogramm durchaus die sonst meist standardmäßig laufenden 40 °C ersetzen.

Dauerbewässerung aus der Bio-Kläranlage

Bio-Kläranlagen auf Privatgrundstücken leiten geklärtes Wasser durch einen Überlauf zu einer Sickerstelle ab. Auf dem Weg dorthin kann das Sickerwasser aus der Bioanlage durch kleine Abzweige unter dem Boden direkt zu Beeten geleitet werden. Wird der Garten neu geplant, sind Bäume und Beerensträucher gut in der Nähe der Sickerstelle durch den ständigen Wasserzulauf vor Dürre geschützt und bekommen vom Sickerwasser mehr Nährstoffe als von anderen Wasserversorgungen. Noch mehr Wasser lässt sich durch gezielte Tröpfchenbewässerung sparen.

Strom sparen auch bei Solarbetrieb

Solarspeicherung ist eine klimafreundliche und kostengünstige Möglichkeit der Stromversorgung im eigenen Haus, im Winter zuverlässig durch zusätzliche Sparmaßnahmen. Bewegungsmelder empfehlen sich für alle nur gelegentlich genutzten Wohnbereiche wie den Hauseingang, Flur und Sanitärräume. Für den Garten gibt es solarbetriebene Gartenfackeln und andere, dekorative Outdoor-Beleuchtung. Abschaltbare Modelle helfen gleichzeitig beim Verringern der Lichtverschmutzung zum Vorteil des Gartenbiotops.

Smart Steuerung für optimale Heizwerte

Wer tagsüber außer Haus ist, kann smarte Heizkörper-Thermostate mit dem Smartphone vernetzen. Auf der Rückfahrt angesteuert, beginnt jetzt erst das Aufwärmen und ist bis zum Eintreffen der Bewohner auf Wohlfühltemperatur. Es sollten allerdings nur die notwendigen Räume reguliert werden – für alle anderen genügen geringere Temperaturen knapp über frostfrei. Noch weniger Aufwand machen Heizkörperregler, die über einen Router angesteuert werden. Hier ist ein Vorprogrammieren für eine ganze Woche entsprechend dem voraussichtlichen Heizbedarf möglich. Bis zu 30 Prozent Heizkosten lassen sich mit der kleinen Erweiterung einsparen.

Fazit:
Sparen an allen Ecken und Enden bedeutet nicht Verzicht, sondern umsichtigen Umgang mit Energie. Mit ein paar Aufrüstungen an Heizung, Haus- und Gartenbeleuchtung wird vom Netz und Solarspeicher der tägliche Energieaufwand deutlich reduziert. Programmierbare Spareffekte wie Kurzprogramme bei Waschmaschinen schaffen keine wirkliche Entlastung in der Energiebilanz beim Strom- und Wasserverbrauch.

Startseite
ANZEIGE