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FC Gütersloh will den Klassenerhalt heute zu 90 Prozent klar machen

Bloß kein Endspiel in Beckum

Gütersloh (WB). Angedacht waren freier Eintritt und Freibier. Doch daraus wurde nichts. Nun sind es rein sportliche Gründe, die heute Abend zum Besuch des Heidewaldstadions reizen. Die allerdings sollten bereits ausreichen. Denn wenn um 19.15 Uhr der FC Gütersloh die U21 des SC Paderborn empfängt, herrscht Oberliga-Existenzkampf.

Dirk Heidemann

Khalil Rhilane (links) droht im heutigen Heimspiel des FC Gütersloh gegen die U21 des SC Paderborn 07 auszufallen. Der Angreifer musste am Dienstag aufgrund von Leistenbeschwerden das Training beim Fußball-Oberligisten abbrechen. Foto: Wolfgang Wotke

»Man muss ganz deutlich sehen, dass es ein Sechs-Punkte-Spiel ist«, sagt FCG-Trainer Fatmir Vata. Gewinnt seine Mannschaft, dann packt sie vor den letzten drei Saisonspielen sieben Punkte zwischen sich und die Paderborner, die den derzeit ersten Abstiegsplatz bekleiden. »Dann wären wir zu 90 Prozent durch«, meint Vata. Verliert der FCG allerdings, dann wird es richtig ungemütlich. Die chronisch auswärtsschwachen Gütersloher (erst ein Saisonsieg in der Fremde) müssen noch bei den ebenfalls akut gefährdeten Teams aus Stadtlohn sowie Roland Beckum ran und empfangen Tabellenführer TuS Erndtebrück. Vor allem ein Endspiel zum Oberligafinale am 28. Mai will der FCG unbedingt vermeiden. »Wir haben es selbst in der Hand und wollen frühzeitig auf der sicheren Seite sein«, sagt Fatmir Vata, der heute Abend auf die Heimstärke setzt.

Denn im Heidewald ist seine Mannschaft eine Macht. Nur Erndtebrück (32) holte vor eigenem Publikum mehr Punkte als der FCG (30). »Wir wissen, dass wir eine gute Mannschaft haben. Aber wir wissen auch, dass 70 Prozent nicht reichen. Das hat man vor zwei Wochen beim 1:1 gegen Brünninghausen gesehen«, so Vata, der erneut viel Wert auf eine aggressive sowie disziplinierte Vorstellung legt – und am liebsten hinten zu Null spielen möchte. »Wir kassieren zu viele Gegentore«, moniert der Albaner. Bislang sind es 49 in 30 Oberliga-Partien.

Für das Erzielen von Toren ist in vorderster Front zuletzt vor allem Saban Kaptan zuständig gewesen. Ihm droht heute Abend sein kongenialer Nebenpartner Khalil Rhilane auszufallen, der das Training am Dienstag mit Leistenproblemen abbrechen musste. Am Dienstag voll dabei war Lars Schröder. »Er hat super trainiert«, sagt Fatmir Vata über seinen Kapitän, der allerdings immer wieder über Knieprobleme klagt. »Wenn, dann werde ich Lars von Beginn an bringen«, lässt der FCG-Coach einen Einsatz des Stürmers offen.

Die Paderborner müssen auf den Ex-Gütersloher Lasse Fischer-Riepe sowie Cagatay Karaca, Lukas Jostmann, Nils Köhler und Tim Mannek verzichten. Dafür steht SCP-Trainer Christoph Müller (»Wir wollen in Gütersloh vorlegen und die Konkurrenz unter Druck setzen«) Kapitän Hendrik Brauer nach auskuriertem Infekt wieder zur Verfügung.

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