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2. Frauen-Bundesliga: Stricker-Elf trifft Samstag auf Tabellennachbar SV 67 Weinberg

FSV ohne Rolle und WM-Quartett

Gütersloh (WB). Fußball-Zweitligist FSV Gütersloh betrachtet den Viertelfinal-Einzug der deutschen U17-Juniorinnen bei der WM in Uruguay mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Christian Bröder

Torhüterin Sarah Rolle wird dem FSV Gütersloh aus beruflichen Gründen gegen den SV 67 Weinberg fehlen. Foto: Wolfgang Wotke

Lachend, weil mit Charlotte Blümel, Anna Aehling, Pauline Berning und Gentiana Fetaj gleich vier Spielerinnen im DFB-Aufgebot stehen, das Sonntagnacht (23 Uhr, MEZ) gegen Kanada um den Halbfinal-Einzug kämpft. Das weinende Auge steht im Zusammenhang mit der Personalnot, die das Team von Trainer Mark Oliver Stricker damit im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn SV 67 Weinberg am Samstag (14.00 Uhr) in der Tönnies-Arena ereilt.

Stricker drückt WM-Fahrerinnen die Daumen: Sonntagnacht gegen Kanada

»Wir freuen uns natürlich trotzdem derbe, dass sie weitergekommen und mittlerweile auch alle eingesetzt worden sind«, bekräftigt Stricker, »seinem« WM-Quartett die Daumen zu drücken. Dass zusätzlich auch noch Stammtorhüterin Sarah Rolle (18) beruflich eingebunden ist und somit fehlt, kommt zwar zum ungünstigen Zeitpunkt, ist jedoch aus Trainersicht verkraftbar.

Mark Oliver Stricker

»Wenn wir irgendwo kein Problem haben, dann auf der Torhüter-Position. Da sind wir für die Liga überdurchschnittlich besetzt«, findet Stricker, der zumindest in seinem Aufgebot (»Die Mannschaft stellt sich fast von selber auf«) zwangsläufig enorm rotiert. Das gestaltet sich wie folgt: Auf dem Pfosten-Posten vertraut er mit Manon Klett der 21-jährigen Sommerpausen-Neuverpflichtung aus Wolfsburg, die er selber schon in seiner Funktion des VfL-Co-Trainers als B-Juniorin erlebt hat: »Sie hat das drauf«.

Mischke, Reimann, Schröder und Baum sind »echte Alternativen«

Als Ersatztorhüterin nimmt Isabelle Mischke ebenso auf der Reservebank Platz wie Paula Reimann aus dem Bundesliga-U17-Team und die Offensivkräfte Celina Baum und Marie Schröder aus der in der Landesliga spielenden Reserve. »Echte Alternativen«, findet Stricker, denn bei einem Test vor wenigen Tagen gegen die B-Junioren der Ahlener SG (3:0) erzielten Baum (2) und Schröder (1) sämtliche Treffer. Zwar hat sich Melanie Ott im Training noch eine Blessur zugezogen, doch der FSV-Trainer gibt sich bezüglich eines Einsatzes optimistisch.

Ordentliche Heimbilanz in der Tönnies-Arena soll ausgebaut werden

Ähnlich sieht es mit seinen Erwartungen für das Spiel gegen den Dorfklub aus Mittelfranken (817 Mitglieder) aus, der als Tabellenzehnter (11 Punkte, 10:20 Tore) knapp über dem Elften Gütersloh (9, 15:15) rangiert und zuletzt mit einem 2:0 über Saarbrücken für eine Überraschung sorgte. »Wir wollen unsere ordentliche Heimbilanz ausbauen – unabhängig davon, was an Personal da ist«, erhofft sich Mark Oliver Stricker einen Befreiungsschlag.

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