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26:30-Niederlage im Derby gegen TSG Harsewinkel

HSG Gütersloh steigt nach 14 Jahren ab

Gütersloh (WB). Die Handball-Verbandsliga in Gütersloh ist seit Freitagabend Geschichte. Seit 2003 war die heimische HSG in dieser Spielklasse vertreten und hatte es zwischenzeitlich sogar zu einem zweijährigen Abstecher in die Oberliga geschafft. Das alles ist nach der 26:30 (14:14)-Niederlage im Derby gegen die TSG Harsewinkel Vergangenheit.

Dirk Heidemann

Schluss, Aus, Ende: Dejan Skoric und Trainer Uwe Walter müssen mit der HSG Gütersloh den bitteren Gang in die Handball-Landesliga antreten. Foto: Wolfgang Wotke

Die Enttäuschung über den Abstieg hielt sich bei allen Beteiligten in Grenzen, denn damit hatte sich das Schlusslicht schon seit mehreren Wochen beschäftigen müssen. »Uns hat in der ersten Halbzeit etwas das Glück gefehlt und vorne fehlte ein Rückraumspieler, der noch ein bisschen mehr Dynamik hat«, sagte HSG-Trainer Uwe Walter. Ein gesunder Kaspar Neuhaus, der erneut nicht mit seinem verletzten rechten Wurfarm abschließen konnte, hätte den Schwarz-Gelben wahrlich gut getan. So lag die Hauptlast vor 150 Zuschauern wieder einmal auf den Schultern von Max Kollenberg und Justus Giersch. Für die Verbandsliga aber reicht das nicht.

»Die HSG hat gekämpft wie große Löwen. Es ist zwar schade, dass wir diese Spiele in der kommenden Saison nicht mehr haben, aber wir wollten schon zeigen, dass wir in diese Liga gehören und auch besser sind als Gütersloh«, sagte TSG-Spielertrainer Manuel Mühlbrandt, der mit der ersten Halbzeit seiner Mannschaft überhaupt nicht einverstanden war. »Ich war sehr erschrocken. So können wir uns nicht präsentieren, wenn wir nächste Saison Verbandsliga spielen wollen«, grantelte »Mühle«, der seine Abwehrspieler als »Fahnenstangen« bezeichnete. Da die HSG aber auch nicht besser verteidigte und Florian Bröskamp sowie Marlon Meyer immer wieder nahezu ungehindert einfache Tore erzielen konnten, stand zur Pause ein leistungsgerechtes 14:14.

Hausherren erholen sich nicht mehr vom Rückstand

Ausgeglichen ging es bis zum 17:16 (34.) weiter, ehe sich die Gäste mit vier Treffern in Folge auf 17:20 (39.) aus HSG-Sicht absetzen konnten. Von diesem Rückstand sollten sich die Hausherren nicht mehr erholen. Im Anschluss an das 22:24 mussten mit Dejan Skoric, Mirko Torbrügge sowie Giersch binnen kürzester Zeit gleich drei HSG-Akteure für zwei Minuten auf die Bank. Die TSG entschwand auf 27:22 (54.). Uwe Walter nahm die Auszeit und ordnete eine offene Deckung an. Das fruchtete, dreimal Giersch und Niklas Schulze verkürzten auf 26:27 (57.) TSG-Abwehrspieler Sebastian Dreiszis leistete sich einen verbalen Aussetzer in Richtung des Gegners (»Du Pisser«) und sah die Rote sowie die Blaue Karte, die ihm eine Sperre einbrocken wird. Seine Teamkollegen hingegen bewahrten kühlen Kopf machten in der Schlussphase den Sack zu.

HSG Gütersloh: Rogalski - Skoric (1), Neuhaus (1), Schicht (1), Giersch (8), Schulze (2), Diekmann (2/2), Kollenberg (5), Torbrügge (1), Hark (3), Peperkorn (2).

TSG Harsewinkel: Kaup/Dähne (ab 31.) - Meyer (3), Kalter (5), Brown (1), Öttking (3/1), Dreiszis (2), Hilla (5), P. Pelkmann (2), S. Bröskamp (2), F. Bröskamp (6), St. Claire (1).

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