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TSG setzt auf Tabellenführer-Effekt – TV Verl zum Kellerduell nach Altenbeken

Im Hasenbau wird zur Jagd geblasen

Kreis Gütersloh (WB). Auf die Zuschauer in der Harsewinkeler Sporthalle wartet am Freitagabend ein echtes Spitzenspiel. Die TSG empfängt um 20 Uhr als Tabellenvierter der Handball-Verbandsliga (7:3 Zähler) den noch verlustpunktfreien Spitzenreiter LIT Tribe Germania II (10:0). »Eine Momentaufnahme«, findet Manuel Mühlbrandt.

Dirk Heidemann

Die TSG Harsewinkel hofft, dass Sebastian Dreiszis am Freitagabend wieder kraftvoll zupacken wird. Alexander Wiese (rechts) will mit dem TV Verl nach vier Niederlagen am Stück den freien Fall in Richtung Tabellenende stoppen. Foto: Wolfgang Wotke

Denn für den (Spieler-)Trainer der TSG ist die Tabelle noch nicht richtig sortiert. »Erst in drei, vier Wochen werden sich Tendenzen ausmachen lassen«, sagt »Mühle«, dessen Mannschaft nach ihrer Auswärtstournee mit vier Partien in fremden Hallen am Stück wieder »extrem hungrig« auf ein Heimspiel ist. Die Bilanz der Dienstreisen bewertet Manuel Mühlbrandt als »sehr zufriedenstellend«, denn neben dem Derbysieg in Verl wurden in Oberaden und Rödinghausen insgesamt drei Punkte geholt. »Beide Teams erwarte ich im Saisonverlauf im oberen Drittel«, sagt der Harsewinkeler Coach. Dass die einzige Niederlage ausgerechnet in Emsdetten bezogen wurde, mehr Pluspunkte hat der Aufsteiger bislang nicht auf seinem Konto, schmerze ihn hingegen nicht: »Aus Fehlern lernt man und wir haben gelernt. Um Handballspiele zu gewinnen, müssen Körpersprache und Wille stimmen. Das haben wir in Rödinghausen gezeigt.«

Zeigen will die TSG am Freitagabend erneut, dass ihr Spitzenteams in eigener Halle besonders gut liegen. Im Vorjahr kassierten die späteren Aufsteiger aus Jöllenbeck und Möllbergen in Harsewinkel Niederlagen. »Natürlich baue ich auch auf diesen Effekt. Wer zu uns in den Hasenbau kommt, der muss es schwer haben. Aber den Jungs reißt auch keiner den Kopf ab, wenn es nicht klappt«, erwartet Manuel Mühlbrandt gegen die alt bekannte LIT-Truppe um Karsten Gerling, Stefan Möhle und Maik Riechmann auf jeden Fall einen »totalen Fight«. Bei der TSG fehlen weiterhin die verletzten Kevin Brown und Marius Pelkmann sowie Luca Aperdannier (Studium), ein Einsatz der Mühlbrandt-Kumpels Stefan Honerkamp sowie Sebastian Dreiszis entscheidet sich wie immer erst kurzfristig.

TV Verl

HSG Altenbeken/Buke auf Platz zwölf, der punktgleiche TV Verl (beide 2:8) auf Rang 13. Vor der Saison hätte wohl niemand gedacht, dass es zwischen diesen beiden Teams am sechsten Spieltag ein Kellerduell geben würde. »Noch ist aber alles in Ordnung«, herrscht bei TVV-Trainer Sören Hohelüchter längst keine Alarmstimmung, denn die davor platzierten Teams befinden sich in Reichweite. Die Verler müssen allerdings aufpassen, damit in den kommenden Woche keine Lücke aufreißt. Daher ist die Partie für den personell arg gebeutelten TVV am Sonntag um 18 Uhr schon recht wichtig. »Wir müssen uns konditionell gut aufstellen, um unser Tempo hochzuhalten. Denn wir wollen nicht damit anfangen, Standhandball zu spielen«, sieht Hohelüchter das Hauptproblem darin, dass aufgrund des schmalen Kaders die meisten Akteure durchspielen müssen und den Verlern nach hinten raus die Luft ausgeht. »Ohne Sauerstoff im Gehirn geht es nicht. Wenn man klar im Kopf ist, dann kann man auch am Ende die richtigen Entscheidungen treffen«, sagt der Coach. Zum Trainingsprogramm gehört daher auch alle 14 Tage ein gemeinsamer Besuch im Fitnessstudio. Neben den Langzeitverletzten Thilo Vogler und Thomas Fröbel können Alexander Busche (Fersensporn) und Andre Hesse (bereits seit längerem Probleme mit dem Sprunggelenk) die Einheiten derzeit nicht voll durchziehen.

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