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Robin Bentel überrascht beim 10. Gütersloher Sparkassen-Cup

Olé: Oleg setzt alle schachmatt

Gütersloh (WB). Fünf Partien, fünf Siege und somit die maximal möglichen 15 Punkte geholt: der spanische Schach-Großmeister Oleg Korneev hat am Wochenende die A-Gruppe beim 10. Gütersloher Sparkassen-Cup gewonnen.

Dirk Heidemann

Alexander Hilverda, Sieger 2015 und 2016, belegt beim 10. Gütersloher Sparkassen-Cup Rang sechs. In der dritten von fünf Runden kassiert der ehemalige Gütersloher gegen den späteren Zweiten Fabian Stotyn seine einzige Niederlage. Foto: Henrik Martinschledde

Eine reife Leistung wenn man bedenkt, dass eine einzige Partie bis zu fünf Stunden dauern konnte. Denn jedem der beiden Kontrahenten am Tisch wurden zweieinhalb Stunden Bedenkzeit eingeräumt. Für die größte Überraschung in der A-Gruppe sorgte der am Ende drittplatzierte Robin Bentel. In der zweiten Runde bezwang der Jugendspieler vom Herforder SV Königsspringer den mehrfachen deutschen Schnellschachmeister Lev Gutman (SV Lingen). Der Lette, auch schon für die israelische Nationalmannschaft am Brett, zählt zu den Stammgästen in Gütersloh.

»Die Leistung von Robin war wirklich bemerkenswert«, sagt Rüdiger Mönig. Der Turnierleiter und Jugendwart des Gütersloher Schachvereins (GSV) befand sich fünf Tage lang »im Ausnahmezustand«. Seit Donnerstag waren er und 30 Helfer im Dauereinsatz. Platz fünf in der A-Gruppe ging an Tobias Jugelt (SF Lilienthal), der vor zehn Jahren die erste Auflage des Sparkassen-Cups gewonnen hatte. Dahinter kam »Lokalmatador« Alexander Hilverda (Sieger 2015 und 2016), der einst in der Schach-AG an der Grundschule Nordhorn den Sport erlernt hatte und nun für den SC Erlangen aktiv ist, auf Rang sechs. Dominik Plaßmann, der für die erste Mannschaft des GSV in der NRW-Liga an Brett eins spielt, kam nach einer Niederlage gegen den erst zwölf Jahre alten Dominik Laux sowie zwei Remis lediglich auf den 23. Platz. Gute Leistungen zeigten hingegen Theodor Neumann (34.) und Dominic Fortenbacher (44.). »Sie haben zum ersten Mal in der A-Gruppe gespielt und die Erwartungen deutlich übertroffen«, so Rüdiger Monig.

In der B-Gruppe setzte sich Samer Alhaj Mohamed vom Rhedaer SV durch. Der vor zwei Jahren aus Syrien gekommene Flüchtling gewann in der dritten Runde das direkte Duell gegen den zweitplatzierten Gap Punsaem vom Gütersloher SV. Mit Hrisowalandis Milonas (SK Sieker Bielefeld) gab es in der C-Turnier einen Überraschungssieger. Das über sieben Runden ausgetragene Kinderturnier bis maximal 14 Jahre mit kürzerer Bedenkzeit sowie einer Spielstärkenbegrenzung auf 1300 DWZ (Deutsche Wertungszahl) gewann der Bielefelder Tom Weeke vor Falk Manthey (Gronau) und Leif Jona Borgstädt (Bielefeld). Bester Gütersloher war Arujan Premachandran auf Rang fünf.

Insgesamt 197 Teilnehmer absolvierten an den drei Turniertagen rund 600 Partien. Aufgrund einer Konkurrenzveranstaltung im niedersächsischen Wolfenbüttel konnte der Rekord des Vorjahres (212) nicht erreicht werden. »Wir sind mit der Teilnehmerzahl dennoch sehr zufrieden«, sagte Rüdiger Mönig, der nur einen Zuschauer des Saales verweisen musste, dessen Handy geklingelt hatte. Ein absolutes »No-Go« im mentalen Hochleistungssport Schach, wo Ruhe und Schweigepflicht oberstes Gebot sind.

Sonderpreise

Bester Senior: Lev Gutman (13./A-Gruppe), Hans-Heinz Rürup (9./Bad Oeynhausen/B), Edgar Farel (9./Enger-Spenge/C).

Bester Jugendlicher: Ruben Gideon Köllner (11./Bochum/A), Kevin Kesselmeier (14./Paderborn/B), Josua Peter Bochynek (8./Unna/C).

Beste Dame: Stefanie Düssler (26./Lehrte/A), Konstantina Neumann (28./GSV/B), Judith Bünte (27./Rheda/C).

Bester Gütersloher: Baskim Asani (22./GSV/A), Gap Punsaem (2./GSV/B), Lukas Schubert (11./GSV/C).

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