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Christian Knappmann kehrt als Trainer in den Heidewald zurück

Rückblick mit viel Reue

Herne (WB). Es ist Donnerstagvormittag, 8 Uhr. Für Christian Knappmann beginnt in seinem Trainerbüro des Fußball-Oberligisten Westfalia Herne der Arbeitstag. Der 36-Jährige ist dort hauptberuflich tätig. »Wer kann das von sich in der fünften Liga schon sagen«, spricht »Knappi« von einem Privileg, während er die erste Aufzeichnung einer Partie des FC Gütersloh startet.

Dirk Heidemann

Sein letztes Spiel für den FC Gütersloh: Nach der 0:3-Niederlage gegen Schermbeck am 18. August 2007 muss sich Christian Knappmann den Fragen des FCG-Anhangs stellen. Rückblickend bereut »Knappi« seinen erzwungenen Abschied. Foto: Wolfgang Wotke

Der Westfalia-Coach starrt auf zwei Bildschirme. Nasenspray, Hustensaft und eine Flasche Pepsi stehen griffbereit daneben. Viereinhalb Stunden später sieht sich Christian Knappmann gut gerüstet für die Rückkehr an diesem Sonntag in den Heidewald. In der Saison 2006/2007 hat er als Mittelstürmer für den FCG gespielt. Eine Zeit, die er nicht missen möchte. »Sportlich lief es im ersten Halbjahr außergewöhnlich gut. Mit Thomas Stratos hatte ich einen Trainer, der auf mich als Spielertyp gesetzt hat. Und mit Christian Bienemann sowie Dirk Flock hatte ich damals exzellente Zulieferer«, schwärmt Christian Knappmann noch heute. Höhepunkt: Der 4:1-Derbyerfolg im April 2007 über den SC Verl mit vier Knappmann-Toren. »Wenn ich daran denke, bekomme ich immer noch Gänsehaut«, sagt der gebürtige Düsseldorfer, der später selbst zwei Jahre für den SCV spielte und seinen Lebensmittelpunkt seit dieser Zeit am Ölbach hat: »Ich habe mich in das kleine Örtchen Verl verliebt.« Dort lebt er in einem Drei-Generationen-Haus mit seinen Eltern, die das Erdgeschoss bewohnen. Die erste Etage und das Dachgeschoss gehören Knappmann, seiner Frau Simone (»Meine bessere Hälfte«) und den beiden gemeinsamen Kindern Maira (7) sowie Nila (5).

Sein erzwungener Abschied vom FC Gütersloh im August 2007 trotz eines frisch verlängerten Vertrages in Richtung KFC Uerdingen verlief indes alles andere als harmonisch. »Ich war damals egozentrisch und egoistisch. Jeder hat das Recht, immer noch sauer auf mich zu sein«, sagt Christian Knappmann, der seit einigen Jahren mit Mentaltrainer Thomas Stickroth zusammenarbeitet und auch dieses dunkle Kapitel seiner Vergangenheit beleuchtet hat. »Da guckst du in deine tiefsten Abgründe. Am Ende meiner Gütersloher Zeit habe ich jegliche Sozialkompetenz vermissen lassen und mich respektlos verhalten«.

Mehr lesen Sie in der Wochenend-Ausgabe 7./8. Oktober im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh

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