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Steffen Enge startet mit dem FSV Gütersloh – auch »CFP« ist zurück

Tönnies-Arena: der Büffel ist los

Rheda-Wiedenbrück (WB). Hoch über Europas größtem Hightech-Schlachthof dreht sich am Mittwochabend das leuchtende Logo mit den lachenden Kühen. Unten auf dem Kunstrasen der Tönnies-Arena ist dagegen der »Büffel« los: Steffen Enge (53) trägt ihn als Spitznamen und hat seinen Dienst als Trainer der Fußballerinnen des FSV Gütersloh angetreten – früher als geplant.

Christian Bröder

Ran an die Buletten! Der gebürtige Berliner Steffen Enge, Spitzname Büffel, hat am Mittwochabend in der Tönnies-Arena seinen Trainerjob beim FSV Gütersloh angetreten. Der 53-Jährige will die Fußballerinnen vor dem Abstieg aus der 2. Bundesliga bewahren. Foto: Wolfgang Wotke

32 Tage vor dem Zweitliga-Nachholspiel bei der U20 der SGS Essen am 3. Februar um 14 Uhr hat Enge »auf eigenen Wunsch« zum Aufgalopp gebeten, obwohl ihm dabei gestern durch Urlaub, Ferienjobs und Krankheit noch das Gros des Kaders gefehlt hat.

Steffen Enge

»Wir sind heute nur zu zwölft, aber wir haben ja auch nur vier Wochen Zeit. Ick finde, dit ist nich allzu lang«, weiß der gebürtige Berliner, der seine kleine Herde (Ab- und Zugänge gibt es keine) zu Beginn schon mal ordentlich »loofen« lässt. Schließlich ist das Ziel für den Nachfolger von Mark Oliver Stricker klar definiert: »Punkte! Und zwar so viele, dass es für den Nichtabstieg reicht«, erklärt Enge, dessen Klub als Rangzwölfter auf einem Abstiegsplatz überwintert.

Kein richtiges Neuland für den Rückkehrer Enge

Bei »Eisern Union« hat sich der gelernte Industriemonteur einst als aktiver Stürmer selbst die Hörner abgestoßen, ehe es ihn in den 90er-Jahren erstmalig zum FC Gütersloh zog, wo er zwischen 2006 und 2008 die Frauenmannschaft trainierte. Nun also die Rückkehr! »Richtiges Neuland ist das für mich nicht mehr. Allerdings hat die 2. Liga und auch der Frauenfußball generell gegenüber damals an Qualität gewonnen«, sagt Steffen Enge, dessen Vertrag sich bei Klassenerhalt um ein weiteres Jahr bis 2020 verlängert.

Pläne und Pulsuhren für die Feiertage folgt Überprüfung

Um gewappnet zu sein, hat der auch als Personaltrainer arbeitende A-Lizenz-Inhaber (»Fit mit Icke«) den Spielerinnen spezielle Trainingspläne nebst Pulsuhren über die Feiertage mitgegeben: »Nächste Woche überprüfen wir dann mal Ausdauer und Fitness«, kündigt Offensivfußball-Liebhaber Enge (»Zwei Spitzen sind mir am liebsten«) an.

Trainerteam schon am vierten Advent kennengelernt

Mit seinen Co-Trainerinnen Britta Hainke und Katrin Posdorfer sowie Torwart-Coach Markus Pilot hat er sich schon einen Tag vor Heiligabend getroffen, »um die Aufgabenfelder abzustecken«. Ab Samstag, wenn – abgesehen von Marina Hermes (im Aufbau nach Kreuzbandriss) und Anna Aehling (Weisheitszahn-OP) – alle Spielerinnen zurück sind, soll es dann im Training auch »in die Vollen« gehen. Der Büffel ist los!

»CFP« will seinem Ex-Klub als Gefallen die B-Juniorinnen retten

Auch ein anderes altbekanntes Gesicht ist am Mittwoch wieder in der Tönnies-Arena zugegen: Christian Franz-Pohlmann (38), von 2005 bis 2006 Trainer der Gütersloher Frauen, betreut ehrenamtlich die B-Juniorinnen. »Als Gefallen« für seinen Ex-Verein will der Sassenberger mit dem bisherigen Trainer Fabian Franz den Klassenerhalt packen. »Er zieht die Zügel an. Gemeinsam schaffen sie das«, glaubt Geschäftsführer Michael Horstkötter.

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