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Langenheides Keeper Mustafa Solmaz nutzt die fußballfreie Zeit. Im Sommer kehrt er zum TuS Solbad zurück

Bauernhof statt Fußball auf der „Alm“

Werther-Langenheide

Vor der Zwangspause war Fußball-B-Ligist TuS Langenheide im Aufwind, fegte zum Beispiel SV Brackwede mit 12:1 vom Platz. Die Almbuben bleiben also ein heißer Anwärter auf den Aufstieg ins Kreisoberhaus. Dass der Spielbetrieb seit Ende Oktober ruht und ein Ende der fußballfreien Zeit im Amateurbereich noch nicht in Sicht ist, das mag sportlich ärgerlich sein. Doch Langeweile kommt bei Mustafa Solmaz nicht auf.

Nicolas Metting

Für die Arbeit auf seinem Hof hat Mustafa Solmaz nun mehr (Frei-)Zeit. Langeweile kommt da trotz Pandemie nicht auf. Foto: WB

Ganz im Gegenteil: Der Torwart nutzt die zusätzliche Zeit für seinen kleinen Bauernhof. Der Hobby-Landwirt kümmert sich unter anderem um seine 15 Schafe. Das nächste Projekt ist eine Umzäunung. Danach soll ein Wachhund den Hof hüten.

Aber auch der Kontakt zu den Mannschaftskollegen soll trotz der Pandemie nicht einschlafen. So organisierte zum Beispiel Trainer Göksu Keles einen Online-Mannschaftsabend. In Zweiergruppen trat das Team in „Schlag den Raab Manier“ in kleinen Spielen gegeneinander an.

Hauptberuflich wird Mustafa Solmaz voll gefordert. Der Polizeikommissar hat natürlich auch in Corona-Zeiten viel zu tun. Und statt einer großen Dienstgruppe machen mehrere kleinere Sinn. Mit dieser Maßnahme kann verhindert werden, dass bei einem Coronafall viele Kollegen angesteckt werden oder in Quarantäne geschickt werden müssen. Solmaz ist erleichtert darüber, dass sich die allermeisten Menschen in schwierigen Zeiten an die Corona-Regeln halten. So muss der 30-jährige nur in ganz wenigen Fällen wegen Verstößen gegen die Schutzverordnung einschreiten.

Im Sommer kehrt Solmaz zu seinem Heimatverein TuS Solbad zurück. Dort wird der 30-Jährige Torwarttrainer im Seniorenbereich und würde als zweiter Schlussmann der ersten Mannschaft bei Bedarf einspringen. Ein Grund für die Rückkehr ist, dass Solmaz mehr Zeit für seine Familie und den Hof haben will.

Kraft- oder Lauftraining: Auf jeden Fall Lauftraining. Per Runtastic-App liefern wir uns auch Wettkämpfe. Die App zeichnet die Strecke auf. Jeder zieht da gut mit. Die Fitness ist also nach wie vor da.

Playstation oder Netflix: Abends auf dem Sofa schaue ich ab und zu gerne Netflix zusammen mit meiner Frau. Mit einem Kumpel spiele ich auch schon mal eine Runde FIFA auf der Playstation. Aber alleine zocke ich nicht.

Bringdienst oder selber kochen: Weder noch. Meine Frau und ich haben die Aufgaben verteilt. Ich kümmere mich um die Arbeit auf dem Hof und dafür kocht sie.

Podcast oder Buch: Podcasts höre ich nicht. Wenn dann lese ich. Meistens auf dem iPad, aber Bücher eher weniger.

Spotify oder Radio: Ich höre über Spotify meist RnB oder alles was aktuell ist, zum Beispiel Jason Derulo.

Instagram oder Facebook: Wenn ich mal online bin, dann bei Facebook. Ich poste da aber nichts. Stattdessen ist Facebook eine gute Plattform, um die neuesten Nachrichten zu lesen.

Das freut mich: Ich freue mich, dass ich durch die Pandemie viel Zeit habe für den Hof. Ich habe hier viel bewegen können.

Das ärgert mich: Ich finde es schade, dass man sich aktuell nicht mit einer größeren Gruppe treffen kann. Sonst haben mir auch immer einige Freunde mit der Arbeit auf dem Hof geholfen, inklusive Grillabend. Doch das geht natürlich jetzt nicht mehr so.

Mein Corona-Motto: Vernünftig bleiben sowie Augen zu und durch. Es bringt absolut nichts, hinter verschlossenen Türen Partys zu feiern. Dadurch verlängert sich die Pandemie nur.

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