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Tennis in Zeiten von Corona

Blau-Weiß Halle sieht sich gut aufgestellt

Halle

Corona hat das Tennis-Jahr 2020 massiv beeinflusst. Viele Turniere wie die Noventi Open sind ausgefallen, Spielstätten mussten schließen. Doch es gab auch (sportlich) erfreuliche Nachrichten. Blau-Weiß Halles Teamchef und kommissarischer Vorsitzender Thorsten Liebich blickt nicht nur zurück, sondern auch durchaus optimistisch in die Zukunft.

Stephan Arend

Thorsten Liebich sieht den TC Blau-Weiß Halle gut aufgestellt. Mit der Agentur DaLi Sports Management vermarktet er auch den Verein. Foto: Stephan Arend

Thorsten Liebich äußert sich zu folgenden Stichworten.

Blau-Weiß Halle: Ein Jahr mit vielen Fragezeichen und viel Unsicherheit ist unter dem Strich sportlich gut gelaufen. Höhepunkt war der Aufstieg der Männer in die Regionalliga mit dem Endspiel in Herford. „Das Ergebnis war mit 6:3 zwar relativ deutlich. Doch es war super spannend mit Matchbällen gegen uns.“ Liebich spricht von einer verkürzten, deshalb günstigen und erfolgreichen Saison. Zudem konnten trotz Corona mit Ausnahme der Bezirksmeisterschaften die Turniere auf der Klubanlage und im Sportpark stattfinden.

Perspektive 2021: Erst kürzlich hat Thorsten Liebich dank der Vermittlung seiner Vermarktungsagentur DaLi Sports Management (siehe Kasten) einen neuen Teamsponsor für die Männer-Mannschaft gewonnen. Auch deshalb ist er zuversichtlich, in der kommenden Saison „ein vernünftiges Regionalligateam ins Rennen zu schicken, das attraktiven Sport bietet.“ Allerdings wartet auf den Aufsteiger, der sich verstärken wird, eine hammerharte Spielzeit, die auch Corona geschuldet ist. Weil in der Saison 2020 auf Absteiger verzichtet wurde, ist die Regionalliga auf elf Teams angewachsen, die auf zwei Gruppen aufgeteilt werden. Um 2022 wieder eingleisig spielen zu können, wird es vier oder fünf Absteiger geben. Liebich: „Auf uns waret eine Saison ohne Mittelfeld. Entweder man kämpft um den Klassenerhalt oder um den nur einen Aufstiegsplatz, weil die beiden besten Mannschaften jeder Gruppe Playoffs bestreiten.“

Gerhard Weber: Den Tod des langjährigen Vorsitzenden und Gönners bezeichnet Thorsten Liebich als Schicksalsschlag: „Eigentlich ist unser Verein in seiner jetzigen Form überspitzt ausgerückt der TC Gerhard Weber. Alles was hier steht, alle sportlichen Erfolge während seiner langen Präsidentschaft haben wir vor allem Gerhard Weber und Herrn Hardieck als seinem Partner sowie Ralf Weber zu verdanken.“ Liebich, der laut Satzung nun kommissarisch 1. Vorsitzender der Blau-Weißen ist, möchte dieses Amt dauerhaft nicht übernehmen: „Gerhard und ich hatten ein so enges, vertrautes Verhältnis. Für mich ist es emotional undenkbar, ihn abzulösen. Außerdem passt es nicht zusammen, gleichzeitig Vermarkter und Vorsitzender eines Vereins zu sein.“

Die aktuelle Winter-Saison: Diese ist offiziell unterbrochen. Auf der Homepage des Westfälischen Tennis-Verbandes heißt es: „Alle angesetzten Partien im November und Dezember werden gestrichen und sollen nicht nachgeholt werden. Die Saison soll ab dem Zeitpunkt starten, wenn es von der Regierung wieder erlaubt ist. Es wird dann ohne Auf- und Abstieg gespielt.“ Liebich versteht die Absicht des WTV nicht – wie wohl die meisten aktiven Tennisspieler: „Für alle, mit denen ich gesprochen habe, ist klar. Die Wintersaison wird komplett ausfallen.“ So seien zwei der vier angesetzten Partien seiner Haller Herren 40-Mannschaft bereits ausgefallen. Und auch Partie drei wird nicht stattfinden können. Man müsse kein Prophet sein „dass nach dem vorläufigen Lockdown bis 10. Januar nicht sofort alles wieder geöffnet und die Saison fortgesetzt wird.“

Noventi Open 2021: In diesem Jahr sind die meisten Turniere ausgefallen, so auch das ATP-Event auf Haller Rasen. „Ich persönlich gehe zu 100 Prozent davon aus, dass das Turnier 2021 wieder stattfinden wird“, sagt Thorsten Liebich, der seit vielen Jahren neben Turnierdirektor Ralf Weber in der Turnierdirektion eingebunden ist. Fraglich sei nur, ob oder wie viele Zuschauer im Sommer zugelassen werden. Fehlende Zuschauereinnahmen könnten wie folgt kompensiert werden: 1. Die Preisgelder werden reduziert. 2. Es müssen keine Antrittsgelder bezahlt werden. 3. Die ATP greift den Turnierveranstaltern mit Zuschüssen unter die Arme. Liebich: „Die ATP wird alles daran setzen, dass Tennis als Marke weiterhin existiert, sie sich durch bestehende Sponsoren- und weltweite Fernsehverträge ihre Einnahmen sichert und eine Plattform bietet. Denn ohne Turniere können die Spieler ihre Sponsoren-Verpflichtungen nicht einhalten, Schiedsrichter würden ihren Job verlieren. Da hängst so viel dran.“

Vermarktungsagentur DaLi Sports Management

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