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Frauenhandball-Bezirksliga: Aufsteiger TG bleibt beim Erfolgsrezept – Hesselteichs Maik Reimus setzt auf Tempo und Athletik

Der Hörster Weg: Es geht auch ohne Trainer

Altkreis (WB). Ein Aufsteiger, der ohne Trainer erfolgreich ist, und eine etablierte Mannschaft, die sich diesmal früher in Sicherheit bringen will: TG Hörste und Spvg. Hesselteich peilen in der Frauenhandball-Bezirksliga Plätze an, die mit möglichst wenig Abstiegssorgen verbunden sind.

Auch ohne Trainer kann die Vorbereitung anstrengend sein: Julia Gerdes (links) und Svenja Diekhaus, zwei der Neuzugänge bei TG Hörste, wollen dazu beitragen, dass der Aufsteiger auch eine Klasse höher erfolgreich spielt. Foto: Sascha Churt

TG Hörste

Bei Aufsteiger TG Hörste bleibt nicht nur ein erfolgreiches Team beisammen, sondern setzt der Kreisliga-Meister auch weiterhin auf ein bewährtes System: Die Rothosen bestanden in Kreisliga den spannenden Zweikampf mit SF Loxten ohne Trainer als Sieger (39:5 gegenüber 38:6 Punkte).

Nach diesen Erfahrungen soll auch die neue Bezirksliga-Saison ohne einen Coach zur Erfolgsgeschichte werden. Elke Panofen, Marion Indiesteln und Martina Laker, die selbst nicht mehr am Ball sind, kümmern sich um die organisatorischen Dinge am Spielfeldrand. Ansonsten agiert das Team aber völlig autark.

Das Training gestaltet immer abwechselnd eine andere Spielerin aus der Mannschaft. Genauso ungewöhnlich wie die Motivationsparole auf dem Weg zum Aufstieg (»Wir wollten wieder Spiele mit einem Schiedsrichtergespann«), sind auch die Vorbereitungsinhalte: »Wir machen das, worauf wir Lust haben«, sagt Sonja Uhlig augenzwinkernd. Hierzu zählen neben Beachhandball auch anstrengende Laufeinheiten, denn die Klasse soll gehalten werden.

»Das hängt mit Sicherheit stark davon ab, in welcher Konstellation wir an den Wochenenden auf der Platte stehen«, weiß die Mannschaft. Das Gerüst ist bestens eingespielt, das Team aber nicht immer komplett. Das junge Talent Julia Gerdes trainiert zwar schon wieder mit, wird nach einer erneuten Schulter-Operation im Mai aber voraussichtlich erst ab Dezember voll einsatzfähig und belastbar sein. Die weiteren Zugänge sind allesamt altbekannte Gesichter in Hörste.

Zugänge: Svenja Diekhaus (LA, HSG Union Halle II), Julia Gerdes (RM/RL/RR, eigene A-Jugend, ab Dezember einsatzfähig), Alexandra Tippe (LA, Rückkehr nach Babypause), Imke Wessel (RL/RR/KL, Rückkehr nach Pause).

Abgänge: Britta Strothans, Katja Piecuch, Alexandra Lipka (alle sportliche Laufbahn beendet).

Kader ohne Zugänge: Tanja Küpper (TW), Ronja Oberluggauer-Herkströter (TW), Kerstin Gerdes (LA), Simone Reiprich (LA/RM), Cathrin Molks (RL/RR), Jessica Piwinski (RL/RM/RR), Sonja Schäper (RM), Sabine Bzdega (RM), Elena Falke (RM/RL/RR), Nadine Sandweg (RR/RL), Kerstin Blomeier (RR), Sonja Uhlig (RA), Carolin Parohl (RA), Loretta Lofredo-Falco (RA), Daniela Berheide (KL).

Team-Betreuerinnen: Elke Panofen, Marion Indiesteln, Martina Laker (im zweiten Jahr).

Saisonziel: Klassenerhalt.

Favoritentipp: VfL Sassenberg, SC DJK Everswinkel II.

Spvg. Hesselteich

Nach dem Wechsel von Trainer Jens Großpietsch zum Männer-Landesligisten nach Ladbergen übernimmt Maik Reimus bei der Spvg. Hesselteich das Coaching der Bezirksliga-Frauen. Der junge Trainer hatte vor seinem Amtsantritt zunächst etwas Bedenken: »Da ich ja mit einigen Spielerinnen in etwa gleichaltrig bin, habe ich mir die Frage gestellt, ob das in dieser Konstellation passen würde.« Einige Teambuilding-Maßnahmen haben schnell dazu beigetragen, dass er jetzt eine positive Antwort gibt.

So wurde zum Beispiel eine Planwagenfahrt von Hesselteich über Greffen nach Versmold organisiert und abschließend beim ehemaligen Trainer Andreas Flottmann gegrillt. Inzwischen ist sich Reimus, der Erfahrung als Jugendtrainer hat, sicher, dass die Zusammenarbeit klappen wird. Dazu trägt auch die Unterstützung von Volker Schmidt bei, der seit Jahren als Co-Trainer fungiert.

Die Spvg.-Handballerinnen müssen nun zeigen, dass sie Reimus’ Konzept umsetzen können. Der Trainer möchte aus einer offensiv ausgerichteten Abwehr mit Ballgewinnen das Tempospiel forcieren und häufig aus der ersten oder zweiten Welle zum Erfolg kommen. Denn die Feuerkraft aus dem Rückraum ist begrenzt. Zur Förderung der Fitness und Athletik dient nicht zuletzt die Montagseinheit bei Spielerin Ines Landgraf, die als gelernte Physiotherapeutin mit ihren Mitspielerinnen Kraft und Kondition tankt.

Zugänge: Marisa Uhlmann (RL/RR), Lena Wehmöller (RL/RR, beide eigene Jugend mit Doppelspielrecht).

Abgänge: Rieka Krekow (RL/RR, HSG Union Halle II).

Kader ohne Zugänge: Sajma Sulevic (TW), Melanie Großekathöfer (TW), Lilly Niedermowwe (LA/RA), Patricia Temme (LA), Alissa Eppe (RL), Jessica Böggemeyer (RM), Maren Steinbrinker (RM), Ines Landgraf (RR), Nina Hoffmeyer (RR/RM), Madeleine Niebrügge (RA), Friederike Nolkemper (RA), Lisa Schmidt (KL), Verena Wiefel (KL).

Trainer: Maik Reimus (im ersten Jahr), gemeinsam mit dem bewährten Co-Trainer Volker Schmidt.

Saisonziel: oberes Mittelfeld.

Favoritentipp: VfL Sassenberg, SC DJK Everswinkel II.

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