1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Halle
  6. >
  7. Ein 0:0 der taktisch guten Sorte

  8. >

Fußball-Landesliga: SC Peckeloh trotzt dem Spitzenreiter VfL Theesen

Ein 0:0 der taktisch guten Sorte

Versmold-Peckeloh (hn). Keine Tore und nur wenige Chancen haben die knapp 100 Zuschauer gestern im Landesligaspiel des SC Peckeloh gegen Tabellenführer VfL Theesen gesehen. Das Spiel war vielleicht nichts für Fußballästheten. Taktikfüchse dürften aber ihre Freude gehabt haben.

Szene mit Symbolcharakter: Hier ist sich Kevin Ikeakhe auch für die rustikale Grätsche nicht zu schade. Foto: Burkhard Hoeltzenbein

Denn die Gastgeber, bisher in der Saison weder vom Glück noch von guten Ergebnissen verfolgt, zeigten nach einer ersten Schrecksekunde nach zwei Minuten, wie sie den Spitzenreiter in den Griff kriegen wollen.

Dass der obligatorische »krasse Fehlpass«, wie ihn SCP-Trainer Markus Kleine-Tebbe Woche für Woche erlebt, diesmal früh ohne Folgen blieb, lag an der ersten von zwei Glanztaten von Torhüter Tom Weber. Der fischte den Schuss des Theesener Unruheherdes Dominik Neumann gedankenschnell aus dem unteren Eck. Eine Szene mit Déjà-vu-Qualität. Denn Weber war in der 45. Minute an gleicher Stelle gegen Neumann wieder gefragt.

Keeper Tom Weber muss verletzt ausgewechselt werden

Viel öfter musste Peckelohs Schlussmann nicht eingreifen, was viel für die diszipliniert nach hinten arbeitenden Gastgeber sprach. Auch ohne große Beschäftigung blieb Weber dennoch in der zweiten Halbzeit unfreiwillig ein Hauptakteur. In der 65. Minute verletzte sich der Keeper ohne erkennbare Fremdeinwirkung am Finger und musste minutenlang behandelt werden. Selbst das beste Schienen nutzte nichts, Weber musste dem jungen zweiten Mann Chris Timke Platz machen.

Dass auch dieser nächste personelle Rückschlag folgenlos blieb, war dem Geist der SCP-Mannschaft geschuldet, die nun noch verbissener den verdienten Punkt verteidigte. »Das war spannend. Chris Timke hat erst das 1:7 in Tengern erlebt und spielt jetzt 0:0 gegen den Tabellenführer«, lobte Markus Kleine-Tebbe auch die Ergebnis-Fortschritte seines Ersatzmanns zwischen den Pfosten.

Peckeloher arbeiten effektiv und bis zum Umfallen

Ansonsten gab es noch genau eine kniffelige Situation auch ohne Torwartbeteiligung, als Stefan Nienaber bei einem Zweikampf im Strafraum Theesens quirligen Stürmer Yatma Wade foulte, der Pfiff aber ausblieb. »Da hätten wir uns nicht über einen Elfmeter beschweren dürfen. Stefan hat sich da ungeschickt angestellt«, kommentierte der Trainer die Szene.

Ansonsten arbeiteten die Peckeloher im Verbund effektiv bis zum Umfallen, liefen die Gäste bereits im Aufbau in der eigenen Hälfte an und ließen die spielerischen Qualitäten der dann auch nicht wie ein souveräner Tabellenführer auftretenden Gäste verkümmern. Ein Extralob verdiente sich Baris Colak. »Der hat viel Stress mit mir gehabt, weil er in den Spielen davor nie seine Leistung abrief«, erklärte Kleine-Tebbe.

SC Peckeloh: Weber (72. Timke) – Weinreich, Kosecki, Bayer, Steinkamp – Colak, Sander, Rustige, Nienaber, Ikeakhe – Heinsch.

So geht es weiter: Sonntag, 5. November, 14.30 Uhr, RW Mastholte (A).

Startseite