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Volleyball: SC Halles Frauen behalten in der Aufstiegsrelegation die Nerven

Endlich wieder Verbandsligist

Halle (WB). Als der letzte Ball von Anne Smollich zwischen zwei gegnerischen Spielerinnen auf den Boden klatscht, gibt es kein Halten mehr. Spielerinnen, Trainer und Fans des Volleyball-Landesligisten SC Halle liegen sich in den Armen und lassen wenig später den Sekt spritzen.

Stephan Arend

Geschafft: SC Halle feiert den Aufstieg in die Volleyball-Verbandsliga – hinten von links: Jana Kreuzer, Celine Dessin, Anna Rzeha, Ricarda Hupp, Vera Lückebergfeld, Dennis Luckas (Co-Trainer), Maria Wiedenlübbert (Trainerin), Anne Smollich, Katharina Luckas und Hanna Kuhlmann; vorne v.l. Josie Majer, Tejas Kosfeld an der Trommel sowie Anja Studt. Foto: Rzeha

Mit einem 3:2 (23:25,27:25, 30:28,19:25,15:11)-Sieg im zweiten Relegationsspiel gegen Gastgeber Gütersloher TV hat der SC (mit einem Jahr Verzögerung) den ersehnten Aufstieg in die Verbandsliga perfekt gemacht ­– endlich. Vergessen ist nun auch endgültig die bittere 2:3-Niederlage in der Aufstiegsrelegation des Vorjahres gegen Sande II. Welch ein Kontrast: Damals fließen Tränen der Enttäuschung. der Matchball an diesem 30. April 2017 ist der Auftakt eines wahren Haller Party-Marathons. »Wir treffen uns heute Abend alle bei unserem Sponsor in der Taverne. Danach geht es nach Bielefeld und morgen gibt es in der Taverne ein Sektfrühstück«, verrät Anna Rzeha.

Das alles haben sich die Schützlinge von Maria Wiedenlübbert in den vergangenen Monaten auch verdient. Nach dem verpassten Aufstieg haben sie den Kopf nicht hängen lassen, sich weiter motiviert und verbessert, um zunächst dennoch als Tabellenzweiter erneut den direkten Sprung in die Verbandsliga zu verpassen. Doch in dieser Relegation halten die Nerven der SC-Spielerinnen.

Vor 60 Zuschauern gewinnt Halle am Samstag das Auftaktmatch in eigener Halle gegen SVE Westbevern, Dritter der Parallel-Staffel, mit 3:1 (25:22,25:17,19:25, 25:18). »Ein guter Gegner mit guter Annahme. Doch wir haben trotz Problemen in der Abwehr und bei der Annahme unser Spiel durchgezogen«, beschreibt Rzeha Teil eins des Unternehmens Aufstieg. Da zuvor am Freitag auch Gütersloh Westbevern bezwungen hat (3:2), kommt es am Sonntagnachmittag im Sportzentrum Ost zum Showdown zweier Teams, die sich bestens kennen. Vor einem Jahr hat der Gütersloher TV dem SC im Landesliga-Titelrennen mit zwei Siegen die lange Nase gezeigt, muss nun aber als Verbandsliga-Vorletzter in die Relegation. »Dafür haben wir zuletzt in den Pokalspielen gegen Gütersloh dominiert«, sieht Rzeha kurz vor Spielbeginn vor allem den jüngsten Erfolg als gutes Omen.

Es entwickelt sich das erwartet enge Match, das im Tiebreak entschieden wird. Auch hier gelingt es zunächst keiner Mannschaft, sich abzusetzen, ehe Celine Dessin mit einer Aufgabenserie die Weichen auf Sieg stellt und Anne Smollich Halle mit dem letzten Punkt jubeln lässt. »Wir haben zuvor viele Angaben verschlagen, dafür aber unserem Gegner immer wieder neue Aufgaben gestellt.« Für Rzeha ist die Variabilität ein Schlüssel zum Erfolg.

Nach dem Aufstieg der Männer-Mannschaft vor einigen Wochen spielen nun wieder zwei Haller Teams in der Verbandsliga, wie vor zehn Jahren. Die Traumsaison 2016/17 lässt die guten alten Zeiten, die Anna Rzeha und Katharina Luckas schon miterlebt haben, wieder lebendig werden.

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