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SV Häger setzt auch in der kommenden Fußball-Saison auf sein aktuelles Trainerteam

Frischer Wind

Werther-Häger

Der Amateurfußball ruht weiterhin, doch die Vereine arbeiten hinter den Kulissen an den Teams für die neue Saison. Beim SV Häger hat Fußball-Obmann Jörg Müller-Paulsen zum Rundumschlag ausgeholt und mit allen Trainern für die kommende Saison verlängert.

Jens Horstmann

Gökay San und Temel Hop trainieren weiter SV Hägers erste Mannschaft in der Kreisliga A. Foto:

Mit deren Arbeit zeigt sich Müller-Paulsen hochzufrieden. Daher musste der Obmann auch nicht lange überlegen, mit Temel Hop und Co-Trainer Gökay San (erste Mannschaft), René Vemmer-Schiller (Zweite und Dritte in Personalunion) und Stefan Meierebert (Frauen) in die neue Saison zu gehen: „Bislang hatte niemand die Möglichkeit zu zeigen, was erreicht werden kann. Daher hätte es eigentlich jeder sowieso verdient, eine neue Chance zu bekommen. Aber trotz der kurzen Zeit konnte ich schon Dinge sehen, die gut waren und die mich freuen. Ich bin rundum zufrieden und wollte unbedingt in der Konstellation weitermachen.“

Glücksfall Hofbüker

So brachten Temel Hop und Gökay San frischen Wind in das Team des A-Ligisten, das erstmals seit 2011 nicht von Pascal Hofbüker oder Frederic Kollmeier trainiert wird. Was Jörg Müller-Paulsen aber keinesfalls falsch verstanden wissen will: „Pascal war für uns ein Glücksfall. Er hat die Spieler besser gemacht und das Training in Häger auf ein vorher ungeahntes Level gehoben. Das war ein Quantensprung. Ich glaube, aus Pascal kann ein großer Trainer werden, auch und vor allem in höheren Klassen.“ Aber nach fast zehn Jahren Hofbüker und Kollmeier brauchte es laut Müller-Paulsen neue Impulse: „Im Profibereich kann man die Mannschaft austauschen, bei uns sollen die Leute aber so lange wie möglich bleiben. Und da braucht es manchmal neue Reize. Da geht es gar nicht um besser oder schlechter, sondern einfach um eine andere Gewichtung der Prioritäten. Wir befinden uns in einem kleinen Umbruch. Dank Temel und Gökay sind wir auf einem guten Wege.“

In Thomas Grewe, Daniel Kesegi, Colin Payne, Hüseyin Geceli, Jeffrey Johannesmann, Marius Nagel, Hofbüker selbst oder Aytug Gecim hatte der Verein zuletzt eine Menge arrivierter Kräfte verloren. Die schwere Aufgabe mit dem „Generationenwechsel“ scheint das Duo Hop/San sehr gut zu meistern. Mit zwölf Punkten aus sechs Spielen steht Häger auf Platz fünf.

Bei den beiden anderen Männerteams setzt Müller-Paulsen wie bisher auf seinen alten Weggefährten René Vemmer-Schiller - und damit auf eine besondere Konstellation. Der Ex-Torjäger wird weiterhin das B-Liga- und C-Liga-Team betreuen, um so eine hohe Durchlässigkeit zu garantieren. Müller-Paulsen: „Einige sagen, das ist nicht so toll, weil Vemmer bei zeitgleichen Spielen nicht beide Mannschaften coachen kann. Aber die Konstellation hat auch ganz viele Vorteile, die meiner Meinung nach deutlich überwiegen.“ Denn Vemmer-Schiller sorge nicht nur dafür, dass beide Teams zusammen trainieren. Zudem gelinge es ihm regelmäßig, Spielern den Sprung aus der C- in die B-Liga zu ermöglichen. „Externe Trainer würden die Mannschaften trennen wollen. Aber das wäre ein Problem. Unter Vemmer ist die Verzahnung super, er hat alles im Blick und eine große Menschenkenntnis. Er ist unglaublich zuverlässig und unterstützt auch die erste Mannschaft nach Kräften. Für mich ist das aktuell eindeutig die beste Lösung für den Verein“, so der Fußball-Obmann.

Meierebert verlängert

Beim Frauenteam bleibt Stefan Meierebert an Bord. Der hatte schon vor Müller-Paulsens Anruf die Mannschaft informiert, weiterzumachen. „Das hat er mir dann am Telefon gesagt“, erzählt Hägers Obmann lachend. „Aber das ist in Ordnung und absolut in meinem Sinne. Wir kennen uns so lange und das spiegelt auch seine Stellung wider. Die Damen sind total in den Verein eingebunden und bei der nächsten Wahl zum Abteilungsvorstand wird eine Dame den Vorstand bereichern.“

Frauen-Power

Der aktuelle Abteilungsleiter hätte auch keine Probleme, seinen Posten zugunsten einer weiblichen Nachfolgerin zur Verfügung zu stellen. „So wie Marion Baum beim TSV Amshausen. Mit der unterhalte ich mich gerne. Sie ist kompetent und macht einen tollen Job. Ich sehe keinen Grund, warum das bei uns nicht klappen könnte.“

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