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Die Verantwortlichen des Fußball-Verbandes halten eine Annullierung der Serie für sinnvoll und gerecht. Doch die Satzung verhindert im Moment noch das vorzeitige Saison-Aus

„Haben im Moment keine wirkliche Lösung“

Altkreis

„Wir sind uns unserer ethischen und moralischen Verantwortung bewusst. Ich halte eine Annullierung der Saison für sinnvoll und gerecht.“ Aus diesen Worten ist abzulesen, wie gerne Gundolf Walaschewski bei der Pressekonferenz am Montag das vorzeitige Aus der Fußball-Saison 2020/21 verkündet hätte. Doch der Präsidenten des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen macht deutlich, dass ihm und seinen Mitstreitern schlicht und einfach die Hände gebunden sind. Und so geht die Hängepartie in Westfalen weiter, während viele andere Landesverbände bereits die Fortsetzung der Serie ausgeschlossen haben

Stephan Arend

Der Spielbetrieb ruht weiter. Dass die Saison für Teams in normalen Staffelgrößen annulliert wird, daran zweifelt kaum jemand mehr. Die Frage ist vielmehr, wann es passiert. Foto: Sören Voss

„Die Satzung des Westdeutschen Fußball-Verbandes, zu dem auch der Mittelrhein und Niederrhein zählen, zwingt uns, die Weiterführung der Saison offen zu lassen“, sagt Walaschewski. Er macht aus seiner Verzweiflung kein Geheimnis. Nicht der gesunde Menschenverstand entscheidet, stattdessen führen juristische und satzungstechnische Hindernisse zur Kapitulation: „Wir haben im Moment keine wirkliche Lösung.“ Spätestens im Hinblick auf die neue Saison sollten sich die drei Landesverbände auf eine Änderung der Satzung einigen, damit auch ein Abbruch möglich ist. Das ist im Sommer 2020 nicht passiert - ein Fehler, wie sich jetzt herausstellt.

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