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Handball-Landesliga: Die TGH muss sich Tabellenführer Verl mit 21:24 geschlagen geben

Hörster Moral nicht belohnt

Halle (WB/vos/hosh). Im Freitag-Spiel der Handball-Landesliga hat TG Hörste Tabellenführer TV Verl lange geärgert, ist am Ende aber nicht über eine 21:24 (10:14)-Niederlage hinausgekommen. In den weiteren Auswärtsspielen hat TV Werther die Aussicht, sich ein echtes Gipfeltreffen zu bescheren.

TV Verl - TG Hörste 24:21 (14:10). Vor mehr als 350 Zuschauern an der St.-Anna-Straße erwischten die Gäste einen katastrophalen Start. Hörste fand zunächst überhaupt kein Durchkommen und verzweifelte an TV-Schlussmann Alex Greitens, Silvan Tarner semmelte einen Siebenmeter an den Pfosten. Erst nach 9:20 Minuten markierte Julius Hagemann den ersten TG-Treffer zum 3:1. Der Spitzenreiter zeigte, weshalb er bisher mit erst drei Minuspunkten zurecht ganz oben steht, trat souverän auf und münzte die Ballgewinne der Abwehr in eine 6:1-Führung um (14.). Besonders treffsicher präsentierte sich Albert Kreismann, der fünf der ersten acht Verler Tore erzielte und beim lässigen Siebenmeterheber zum 12:8 sein Selbstvertrauen zeigte.

Doch die Rothosen bewiesen Moral und gaben, egal wie hoch sie zurücklagen, niemals auf. Sie hatten sich bereits in der ersten Halbzeit einmal auf 5:7 herangepirscht und trafen kurz nach der Pause zum 12:14 (32.). Hörste war jetzt das bessere Team und steigerte sich in der Abwehr. Der Lohn: Silvan Tarner, am Ende mit neun Toren bester Gäste-Schütze, erzielte den 16:17-Anschluss (46.). Es blieb eng, das Topspiel wurde zu einem Abnutzungskampf, in dem Verl die besseren Kraftreserven und das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite hatte. Die Entscheidung fiel zwei Minuten vor Ende, als ein Gegenstoß-Pass von Timon Lepper in den Verler Abwehr-Händen landete und im Gegenzug Kreismann mit seinem achten Tor das 24:21 für den TVV markierte.

„Ich habe uns nicht bedeutend schlechter gesehen, aber die Niederlage passt in diese Phase unserer Saison”, analysierte TG-Coach Tom Bäumer: „Abwehr und Torwart waren gut, nur das Tempospiel war richtig schlecht.“ Eine Wiederholung des 22:22 aus dem Hinspiel hatte auch Verls Trainer Thomas Fröbel im Bereich des Möglichen gesehen: „Am Ende war es nur noch der pure Wille. Ein dickes Kompliment an die Jungs. Viele von ihnen haben noch nie vor so einer großen Kulisse gespielt und da kann man ihnen den einen oder anderen Fehler verzeihen.“

TG Hörste: Krause (1. HZ), Lüdorff (2. HZ); Kaiser (7/3), D. Barrelmeyer (2), Schuster, Stutzki (1), L. Barrelmeyer, Lepper, Hagemann (1), Walkenhorst, Grabowski (1), Tarner (9) .

Der Tabellenzweite TV Werther (20:6 Punkte) muss am Samstag beim Rangdritten SC Münster 08 (18:8) ran. „Die nächsten zwei Spiele werden verdammt schwer“, schaut Werthers Trainer Carsten Gahlmann respektvoll auf den Spielplan. Mit einem Sieg in Münster könnte sein Team aber nicht nur den zweiten Rang festigen, sondern auch die Grundlage für ein hochinteressantes Topspiel gegen Spitzenreiter Verl am darauffolgenden Sonntag schaffen. Das Duell mit Münster zum Saisonstart hatte der TVW allerdings relativ klar verloren (26:32). „Münster hat nicht umsonst auch vergangene Woche gegen Hörste 39 Tore geworfen. Sie sind sehr gut eingestellt und spielen sehr schlau“, so Gahlmann. Bis auf Leon Reiß (Leiste) sind alle Mann an Bord. SF Loxten II (bei SuS Neuenkirchen) und Spvg. Hesselteich (bei Vorwärts Gronau) starten ebenfalls auswärts in die Rückrunde – jeweils in Sporthallen, wo absolutes Harzverbot ihnen das Handballspielen schwer macht.

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